Wann sind Kinderspielzeug, Kinderkleidung oder Kindermöbel gefährlich?

Neue Broschüre der BAG Mehr Sicherheit für Kinder e. V. klärt über sichere Produkte für Kinder auf – jetzt auch in Leichter Sprache

Bonn, 22. September 2026. Spielzeug, Kleidung und Möbel für Kinder sollten nicht nur schön und praktisch sein, sondern vor allem sicher. Doch wie erkennen Eltern und andere Betreuungspersonen, ob ein Produkt für Kinder geeignet ist? Worauf sollten sie beim Kauf achten? Die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder e. V. gibt mit einer neuen Broschüre praktische Hilfestellung. Im Rahmen einer Kooperation mit Amazon wurde der bestehende Produktsicherheitsflyer überarbeitet und erstmals auch in einer Version in Leichter Sprache veröffentlicht.

Kinderunfälle zählen zu den häufigsten Gesundheitsrisiken im Kindesalter
Fehlerhafte oder ungeeignete Produkte für Kinder können zu Verletzungen und Unfällen beitragen. Informationen zur Kinderunfallprävention sind nicht für alle Familien gleichermaßen zugänglich. Insbesondere Menschen mit geringen Sprachkenntnissen oder eingeschränktem Sprachverständnis sowie sozial benachteiligte Familien werden durch bestehende Informationsangebote häufig nicht ausreichend erreicht.

Mit der neuen Broschüre möchte die BAG Mehr Sicherheit für Kinder e. V. ein leicht verständliches und niedrigschwelliges Informationsangebot schaffen. Sie soll Eltern und Betreuungspersonen dabei unterstützen, sichere Produkte für Kinder zu erkennen und beim Kauf gute Entscheidungen zu treffen.

„Für werdende Eltern eröffnet sich mit der Geburt eines Kindes eine neue Welt. Das riesige Angebot an Spielzeug, Kleidung und Kinderartikeln kann überfordern. Unsere Broschüre soll Orientierung geben und helfen, die wichtigsten Sicherheitsaspekte einfach und verständlich darzustellen“, erläutert Prof. Stefanie Märzheuser, Präsidentin der BAG und Direktorin der Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie an der Universitätsmedizin Rostock.

Einkaufen mit allen Sinnen
Beim Kauf von Spielzeug rät die BAG: Einkaufen mit allen Sinnen. Eltern und Betreuungspersonen sollten auf eine gute Verarbeitung, Sicherheitszeichen und Warnhinweise achten. Starke Gerüche, scharfe oder spitze Ecken und Kanten sowie lose Teile können Hinweise auf mögliche Gefahren sein. Spielzeug, das laute Geräusche verursacht, sollte kritisch geprüft werden. Oberflächen sollten speichelfest sein.

Wichtig ist die Altersangabe: Teile, die kleiner als ein Tischtennisball sind, können für Kinder unter drei Jahren gefährlich werden, wenn sie verschluckt werden.

„Produktsicherheit darf keine Frage von Bildung, Einkommen oder Sprachkenntnissen sein. Deshalb ist es uns besonders wichtig, Informationen mit der neuen Broschüre in Leichter Sprache für mehr Menschen zugänglich zu machen“, betont Prof. Märzheuser.

Die Broschüre wird bundesweit über Kinderarztpraxen verbreitet. Darüber hinaus steht sie auf der Website der BAG Mehr Sicherheit für Kinder e. V. als PDF zum Download bereit und kann im BAG-Shop bestellt werden.

Diese Broschüre ist Teil einer umfassenderen, fortlaufenden Zusammenarbeit zwischen der BAG und Amazon, die nun in ihr zweites Jahr geht. Gemeinsam haben die beiden Organisationen zudem spezielle Informationsseiten zu Produktsicherheitstipps auf Amazon.de eingerichtet. Dort bietet die BAG fachkundige Hinweise, die Eltern helfen, mögliche Gefahren zu erkennen und ihre Kinder im Alltag besser zu schützen. Die Partnerschaft unterstreicht das gemeinsame Ziel, mehr Familien mit leicht zugänglichen und vertrauenswürdigen Informationen zur Kindersicherheit zu erreichen.


Über die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder e. V.
Die BAG Mehr Sicherheit für Kinder e. V. (Bonn) informiert über die Verhütung von Kinderunfällen, gibt Broschüren zur Kindersicherheit heraus und veranstaltet Fortbildungen. Unterstützt durch u. a. verschiedene Bundesministerien setzt sich die BAG dafür ein, Kinderunfälle zu reduzieren, innovative Präventionsmaßnahmen für Heim und Freizeit sowie Kooperationen auf nationaler und internationaler Ebene voranzubringen. Mitglieder sind unter anderem Ärzte- und Sportverbände sowie Rettungsorganisationen und technische Dienstleister.www.kindersicherheit.de


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