Häufige Fragen

Welcher Sonnenschutz ist gut für mein Kind?

Welcher Sonnenschutz ist gut für mein Kind?

Ein Sonnenbrand piekst und tut weh.“ Wer schon einmal ein Kind mit Sonnenbrand versorgt hat, möchte ihm diese Erfahrung ein zweites Mal ersparen. Kinderhaut ist dünn und empfindlich und braucht einen besonderen Schutz vor Sonnenstrahlen. 

Sonnenschutz ist wichtig

Nicht nur im Urlaub am Meer oder in den Bergen, sondern auch im Alltag auf dem Spielplatz oder im Garten ist es wichtig, dass Eltern auf ausreichenden Sonnenschutz achten. Die Kinderhaut sollte dabei konsequent vor schädigender UVA- und UVB-Strahlung geschützt werden. Immer wieder betonen Wissenschaftler und Hautärzte, wie wichtig der Hautschutz ist, insbesondere im Kindesalter. Wenn die Sonne scheint, sind Kinder gerne draußen an der frischen Luft. Daher bieten Sonnenschutzmittel für Kinder mit einem besonders hohen Lichtschutzfaktor (LSF 50+) einen guten Schutz.

 

Babys und Kleinkinder nicht direkter Sonnenstrahlung aussetzen

Babys und Kleinkinder sollten im Sommer nicht der direkten Sonnenstrahlung ausgesetzt werden. In der Mittagszeit, wenn die Sonne am höchsten steht, sollten Sie Ihr Kind nach Möglichkeit im Schatten spielen lassen. Kinder unter 3 Jahren sollten nach 20 Minuten den Schatten aufsuchen. Abgedunkelte Zimmer bleiben kühl und sorgen bewusst für Pausen. Doch Vorsicht: Sicht- und Sonnenschutzprodukte für Innenräume, wie z. B. Jalousien oder Vorhänge, die mit Schnüren und Ketten versehen sind, stellen für Kinder ein Strangulationsrisiko dar.

 

 

Nicht alle Sonnenschutzmittel sind gut

Doch nicht alle Sonnenschutzmittel sind gut, wie die Stiftung Warentest in der Ausgabe Juli 2014 und Ökotest in der Ausgabe Juni 2015 festgestellt hat. Neben 10 Produkten, die die Stiftung Warentest mit Gut bewertet hat, schnitten 2 Produkte mit Mangelhaft ab. Weitere 5 Produkte haben im Test bei der Wasserfestigkeit versagt. Sonnensprays sind einfach aufzutragen und von Kindern bevorzugt. Beachten sollten Sie bei der Verwendung von Sprays, dass auch wirklich genug Sonnenschutzmittel aufgetragen wird. Neben einem „sehr guten“ und fünf „guten“ Sonnenschutzmitteln kann Ökotest viele Produkte nicht empfehlen: Sie enthalten antientzündliche Substanzen, die die Haut pflegen sollen, aber gleichzeitig eine durch Sonnenlicht bewirkte Rötung der Haut verzögern oder verhindern können. Dadurch wird ein längerer Sonnenschutz vorgetäuscht. 

 

Keine Vitamin-D-Mangelerscheinungen durch Sonnencreme

Die Sorge, dass die Kleinen durch Auftragen von Sonneschutzmittel einen Vitamin-D-Mangel erleiden, ist weit verbreitet. Vitamin-D-Mangelerscheinungen treten in unseren Breiten vor allem im Winter auf. Im Sommer dagegen blockiert Sonnencreme die Bildung von Vitamin D nur wenig. Das jedenfalls hat eine Studie ergeben, die Antony Young, ein Dermatologe vom King’s College in London, vorgestellt hat.

Was ist zu beachten:

  • Tragen Sie Sonnenschutzmittel reichlich auf.
  • Tragen Sie Sonnenschutzmittel über den Tag verteilt immer wieder auf.
  • Kleidung bietet einen guten Schutz.
  • Achten Sie auf eine gute Kopfbedeckung.
  • Ziehen Sie sich mit dem Kind in der Mittagshitze in den Schatten zurück. 

 

Vorsicht bei sensibler Haut und Allergien

Sonnenschutzmittel mit chemischen Lichtschutzfaktoren können bei besonders sensiblen Hauttypen Allergie auslösen. Kinder mit besonders empfindlicher Haut sollten daher mit physikalischem Hautschutz geschützt werden. Ein gängiger pysikalischer Filter in Sonnenschutzmittel ist Titandioxid. Die Hersteller bezeichnen ihn häufig als mineralischen Filter. Fast alle Sonnenschutzmittel enthalten Titandioxid als Nanopartikel. Nach derzeitigem Wissensstand geht von Nanopartikeln in Kosmetika keine Gesundheitsgefährdung aus, wenn das Produkt auf gesunde Haut aufgetragen wird. Entwarnung bei wunder oder verletzter Haut kann, laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung, nicht gegeben werden. Für alle die auf Nanopartikel verzichten wollen: In der von Stiftung Warentest veröffentlichten Liste finden Sie auch ein Produkt ohne Nanopartikel, das mit Gut bewertet ist.

 

Unser Tipp: 

Cremen Sie Ihre Kinder ausreichend und regelmäßig ein, sorgen Sie für die richtige Bekleidung und Kopfbedeckung und machen Sie bewusst Pausen im Schatten.