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Babyschale, Kindersitz und Sitzerhöhung

Babyschale, Kindersitz und Sitzerhöhung Bild: Kindersitz © GTÜ / pixelio.de

Seit April 2008 dürfen nur noch Kindersitze verwendet werden, die der ECE Norm 44/03 oder 44/04 und der neuen Regelung ECE 129 entsprechen. Zu erkennen ist die Gültigkeit des Sitzes anhand der ECE Plakette. Darauf befindet sich unterhalb des Buchstabens „E“ (im Kreis) eine mehrstellige Prüfnummer. Beginnt sie mit 03 oder 04, darf der Sitz weiterhin benutzt werden; beginnt sie mit 01 oder 02, ist der Sitz veraltet und nicht mehr zugelassen. Alte Sitze sollten entsorgt werden.

Kauftipps

Egal ob Babyschale, Kindersitz oder Sitzerhöhung. Ein Kindersitz bietet Schutz und Sicherheit für Ihr Kind bei einem Verkehrsunfall. Technische Weiterentwicklungen, wie die automatische Anzeige der richtigen Gurtspannung und die beginnende Entwicklung eines im Sitz integrierten Airbags werden bald Wirklichkeit.

Gemäß der Straßenverkehrsordnung dürfen Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr oder bei weniger als 150 cm Körpergröße nur in amtlich genehmigten und für das Kind geeigneten Rückhaltevorrichtung für Kinder transportiert werden. Das 12. Lebensjahr ist vollendet, wenn das Kind seinen 12. Geburtstag feiert. Eines der beiden Kriterien – älter als 12 Jahre oder über 150 cm groß - muss erfüllt sein, damit ein Kind ohne Kindersitz oder Sitzerhöhung im Fahrzeug mitfahren darf.

Als Zulassungsvorschrift und damit Kauforientierung für Kindersitze gilt neben der ECE R44 auch die neue ECE R129. Wesentlicher Unterschied ist, dass nicht mehr das Gewicht, sondern die Körpergröße des Kindes für die Auswahl des Kindersitzes ausschlaggebend ist. Beide Regelungen gelten zunächst parallel.

  • Lassen Sie sich im Fachgeschäft bearten, denn nicht jeder Sitz passt in jedes Fahrzeug.
  • Nehmen Sie das Kind und das Fahrzeug (auch Zweitfahrzeug) zum Kauf des Kindersitzes mit.
  • Testen Sie den Sitz und lassen ihn sich vom Verkäufer erklären.
  • Achten Sie auf ausreichende Autogurtlänge, insbesondere bei rückwärts gerichteten Kindersitzen.
  • Prüfen Sie, ob Gurtschlösser leicht zu bedienen sind und gut einrasten.
  • Bei mehreren Kindern achten Sie bitte darauf, ob die Kindersitze hinten nebeneinander passen. Bei Vielen Fahrzeugen sind nur zwei Kindersitze auf der Rücksitzbank erlaubt.

 

Sicherheitstipps für den Gebrauch

Einbau des Sitzes

  • Sofern ein Airbag und eine entsprechende Aktivierungsvorrichtung vorhanden sind, diese bei rückwärtsgerichteten Schalen unbedingt ausschalten. Ansonsten darf die Schale dort nicht angebracht werden.
  • Studien zeigen: Der sicherste Platz ist auf der Rücksitzbank.
  • Bauen Sie den Kindersitz nach Gebrauchsanweisung ein.
  • Fixieren Sie den Kindersitz am Fahrzeug und kontrollieren Sie den halt vor jeder Fahrt.
  • Prüfen Sie regelmäßig Gurte auf Verschleiß und auf sich auflösende Nähte.

Kind im Sitz sichern

  • Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für die Sicherung der Kinder.
  • Legen Sie die Gurte eng an den Körper an (ein Finger Zwischenraum/dicke Kleidung während der Fahrt ausziehen)
  • Prüfen Sie die Gurte vor jeder Fahrt und passen Sie sie ggf. an.
  • Der Schultergurt muss mittig über die Schulter, nicht über den Hals führen.
  • Der Beckengurt muss über den Beckenknochen verlaufen, nicht über den Bauch.
  • Fünf-Punkt-Gurtschloss sind möglichst tief einzustellen.
  • Prüfen Sie die Tragebügel gemäß Anleitung.

Notwendigkeit des Wechsels auf die nächste Größenklasse

  • Kind ist für den Sitz zu schwer
  • Kopf reicht an die Kopfstütze oder den Schalenrand des Sitzes
  • mitwachsende Sitze erscheinen sinnvoll, lassen sich jedoch nicht so gut an Körperproportionen anpassen

IsoFIX-System

  • erleichtert vor allem den sicheren Einbau des Kindersitzes deutlich
  • starre, genormte Befestigung im Auto für dafür zugelassene Kindersitze
  • Kindersitz wird über zwei Rastarme an Befestigungshaken fest mit dem Auto verbunden
  • Plus an Sicherheit, wobei eine Montage auf der Rücksitzbank in der mitte bei den meisten Fahrzeugen nicht möglich ist.

Gefahrenquellen

  • Der Verzicht auf Kinderautositze
  • defekte oder unsichere Kindersitze
  • Montagefehler, z. B. Babyschale wird vorwärts gerichtet oder bei eingeschaltetem Airbag eingebaut
  • Anwendungsfehler, z. B. falsche oder keine Gurtführung

Achtung bei gebrauchten Sitzen

  • Sie gehen ein hohes Risiko einen defekten Sitz zu erwerben ein.
  • Achten Sie auf die aktuelle Kindersitznorm und ob der Sitz noch zulässig ist.
  • Augen auf: Mängel sind oft nicht direkt sichtbar (z. B. von Unfällen)
  • Bedienungsanleitung fehlt häufig

Wir raten: Nehmen Sie immer nur so viele Kinder im Auto mit, wie auch Kindersitze vorhanden sind, auch wenn es sich um noch so kurze Strecken handelt!