Im Kinderzimmer
Kinderzimmer sind Spielräume. Obwohl sie gerade in Stadtwohnungen oft sehr klein sind, haben Stadtkinder selbst bei gutem Wetter häufig keine Ausweichmöglichkeit. Da muss man sich schon etwas einfallen lassen, um seinen Bewegungs- und Erlebnisdrang ausleben zu können. Tolle Ideen können dabei herauskommen, mitunter aber auch nicht ganz ungefährliche. Nicht selten sind die Unfallrisiken aber bereits von den Erwachsenen vorprogrammiert: Sitzmöbel oder Spieltische direkt am Fenster, unbefestigte Stehregale, Hochbetten ohne zweckmäßige Aufstiegshilfe, offen verlegte Verlängerungskabel...
Tipps
Das
Spiel im Kinderzimmer sollte nicht völlig unbeaufsichtigt
sein. Bei gewissen Spielen sind - erklärte - Verbote unumgänglich.
Gleichzeitig sollte die Phantasie der Kinder angeregt werden.
Neben Verboten hat vor allem das Ordnungsgebot seine Berechtigung:
Da Unordnung die Bewegungsfreiheit einschränkt, führt sie oft zu Unfällen (vielleicht
eine wichtige Lebenserfahrung, dass umgekehrt Ordnung frei machen kann).
Regale sollten an der Wand festgedübelt werden, damit sie nicht umkippen
können. Scharfe Kanten und Heizkörper können abgepolstert und
Steckdosen gesichert werden. Spielsachen nicht in Plastiktüten aufbewahren:
Plastiktüten haben wegen der Erstickungsgefahr nichts im Kinderzimmer zu
suchen!
Glücklich die Eltern und ErzieherInnen, denen zu gefährlichen Spielwünschen
der Kinder phantasievolle Alternativen einfallen: wenn etwa das Lagerfeuer aus
rotem Krepppapier “entzündet” wird.
