Internationale Kooperationen
Aktuelles

Die European Child Safety Alliance, bei der die BAG als deutsche Vertreterin seit 2001 Mitglied ist, hat beim „European Health Forum Gastein 2011" den European Health Award gewonnen. Der Preis zeichnet Initiativen aus, die in mehr als einem europäischen Land einen bedeutenden Beitrag zur Verringerung der Unterschiede in der Bereitstellung von Gesundheitsleistungen geleistet haben. Das European Health Forum Gastein, das in Zusammenarbeit mit der EU-Kommission, der WHO, der OECD, der Weltbank und dem Europäischen Ausschuss der Regionen organisiert wird, behandelt Fragen der Europäischen Gesundheitspolitik. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt 2011 auf dem Thema: "Innovation und Gesundheit". Die European Child Safety Alliance wurde insbesondere für die Einführung der europäischen Child Safety Report Cards (s. unten) ausgezeichnet, die den Stand der Kindersicherheit von inzwischen 32 teilnehmenden Ländern feststellen und bewährte Maßnahmen zur Reduzierung von Kinderunfällen empfehlen.
Pressemeldung vom 07. Oktober 2011 (pdf-Format, in englischer Sprache)

Große Schützen Kleine, die österreichische Schwersternorganisation der BAG Mehr Sicherheit für Kinder, wurde im September zum Affiliate Safe Community Support Centre ernannt.
Pressemitteilung vom 19. September 2011 (pdf-Format)
European Child Safety Alliance
Die European Child Safety Alliance (ECSA) ist eine Initiative unter dem Dach von Eurosafe, der Europäischen Vereinigung zur Verletzungsprävention und Sicherheitsförderung. Der European Child Safety Alliance gehören alle 25 EU-Mitgliedsländer an. Das Ziel der ECSA ist es, die Prävention von Kinderunfällen in Europa voranzubringen.
Profil der ECSA, European Child Safety Action Plan und Home Safety Campaign
AKTUELL: TACTICS (Tools to Address Childhood Trauma, Injury and Children's Safety)
Die ECSA und mehr als 30 teilnehmende Partner unterschiedlicher Länder haben mit Unterstützung der Europäischen Kommission eine Kindersicherheitsinitiative lanciert. TACTICS ist eine groß angelegte, mehrjährige Initiative (April 2011 bis März 2014), die ausführliche Informationen, praktische Unterstützung und Ressourcen bereitstellen soll, um evidenzbasierte bewährte Regeln zur Kinderunfallprävention in Europa einzuführen.
Informationen zu TACTICS auf den Seiten der ECSA (in englischer Sprache)
International Society for Child and Adolescent Injury Prevention (ISCAIP) Conference 2010
Am Weltkindertag (20.09.2010) veröffentlichte die European Child Safety Alliance auf einer Konferenz in Bristol/UK den Abschlussbericht zum länderübergreifenden "Child Safety Action Plan Project". Der Bericht stellt die Fortschritte der Kinderunfallprävention, die in den beteiligten 26 Nationen erzielt worden sind, vor. So wurden in einigen Ländern neue Arbeitsstrukturen geschaffen, die Daten verbessert, verschärfte Sicherheitsstandards eingeführt und eine Vielzahl vorbildlicher Präventionsprojekte umgesetzt. Die Child Safety Report Cards (Kindersicherheits-Gutachten), die bereits im Mai 2009 präsentiert worden waren, sind ebenfalls Gegenstand des Berichts. Damit wird der Stand der Kindersicherheit in den Ländern Europas vergleichbar und ein Transfer der erfolgreichsten Ansätze zur Weiterentwicklung der Verletzungsprävention ermöglicht.
Pressemitteilung der ECSA vom 20.09.2010
Link zum Abschlussbericht (pdf-Format)
Child Safety Report Cards
Am 6. Mai 2009 veröffentlichte die European Child Safety Alliance zum zweiten Mal die länderübergreifenden "Child Safety Report Cards" (Kindersicherheits-Gutachten). Gleichzeitig wurden die nationalen Report Cards in den über 20 beteiligten Ländern vorgestellt. Die Child Safety Report Cards 2009 beurteilen den Stand der Kindersicherheit und die vorhandenen Präventionsstrategien in den Nationen und zeigen die wichtigsten Maßnahmen auf, die zur Verbesserung der Kindersicherheit ergriffen werden sollten.
Child Safety Report Cards 2009: Hintergrund und Ergebnisse
Safe Kids Worldwide
Das Safe Kids Worldwide-Netzwerk ist ein internationaler Zusammenschluss von NGO's, die sich jeweils in ihrem Land der Verhütung von Kinderunfällen widmen. Die Vertreter von mittlerweile 16 Mitgliedsländern sind überzeugt, dass sie Kinderunfälle auf nationaler und internationaler Ebene gemeinsam mit Partnern aus Politik und Wirtschaft wirksam bekämpfen können. In Form von anwaltschaftlicher Arbeit zum Schutz der Kinder und als Lobbyorganisation für eine höhere Priorität der Unfallprävention führt Safe Kids Worldwide Öffentlichkeitsarbeit und Kampagnen durch, initiiert und unterstützt lokale Aktivitäten, trägt zur Schaffung sicherer Lebenswelten für Kinder bei und vernetzt die Aktivitäten der Mitgliedsorganisationen. Der Präsident von Safe Kids Worldwide, Dr. Marty Eichelberger, betonte auf der Safe Kids Worldwide Konferenz 2005: "Es besteht ein dringender Bedarf für eine globale Organisation, die Forschungsergebnisse zusammenführen, Gemeinschaftsprogramme entwickeln und die Erfahrungen vorbildlicher Modelle teilen kann. Jedes durch einen Unfall zu Schaden gekommene Kind ist eines zu viel!"
Safe Kids Worldwide Conference 2011
In der ersten Septemberwoche 2011 fand das diesjährige Treffen von „Safe Kide Worldwide“ in Falun, Schweden, in Verbindung mit der internationalen Safe Communities Konferenz statt. Safe Kids Worldwide ist ein Zusammenschluss von Organisationen aus mittlerweile 20 Nationen, die sich der Förderung der Kindersicherheit widmen, darunter auch die BAG Mehr Sicherheit für Kinder für Deutschland. Neu etabliert wurde 2011 die Zusammenarbeit von Safe Kids mit den Safe Communities. Die Kooperation mit dem Ziel der effektiveren Verhütung von Kinderunfällen wurde vom WHO Collaborating Centre on Community Safety Promotion nun vertraglich besiegelt. So konnte eine Brücke zwischen Safe Kids und der Safe Communities-Bewegung geschlagen werden, um gemeinsam auf die Reduzierung von Verletzungen bei Kindern hinzuwirken.
Mehr unter
http://www.safekids.org/worldwide/news/our-latest-member-country.html
Die WHO, Europäisches Zentrum für Umwelt und Gesundheit, (ECEH)
www.euro.who.int/ecehrome?language=German
Das ECEH-Büro beteiligt sich in der Europäischen Region aktiv an dem Prozess Umwelt und Gesundheit, den eine Reihe ministerieller Konferenzen begleiten. Die Aktivitäten erfolgen u. a. in Zusammenhang mit der 2004 in Budapest unter dem Motto "Die Zukunft unseren Kindern" veranstaltete Vierten Ministeriellen Konferenz Umwelt und Gesundheit und mit den daraus resultierenden Aufgabenschwerpunkte der beteiligten Nationen. Bei dieser Konferenz verpflichteten sich Umwelt- und Gesundheitsminister aus der Europäischen Region zur Sicherung einer gesunden Umwelt für Kinder. Ein Zielbereich ist dabei auch der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Verletzungen.
Kooperation beim Projekt "Housing and Health"
Die WHO, Europäisches Zentrum für Umwelt und Gesundheit, hat im Rahmen der LARES-Studie (Large Analysis and Review of European Housing and Health Status) in den Jahren 2002/2003 in acht europäischen Städten mehr als 3.000 Wohnungen inspiziert und Daten zu den Wohnverhältnissen und dem Gesundheitszustand der dort lebenden Personen erhoben. Es zeigten sich signifikante Zusammenhänge zwischen Wohnungsbedingungen und Unfallgeschehen. Da die Ergebnisse jedoch auf alle Bewohner - und nicht speziell auf Kinder - bezogen waren, hat die BAG die Genehmigung erhalten, 2005 eine Sonderauswertung zu den Kinderunfällen in den betreffenden Haushalten durchzuführen. Zum einen konnte aus den Daten auch für Kinder eine deutliche Beziehung zwischen Wohnbedingungen und Unfallrisiko nachgewiesen werden, zum anderen hat sich durch diese Kooperation eine dauerhafte Zusammenarbeit mit der WHO ergeben. Das WHO-Zentrum macht seinen Einfluss auf Mitglieder der Europäischen Kommission geltend, um in Europa Kinderunfallprävention mehr Gewicht zu geben und politische Programme zur Unfallverhütung voran zu bringen.
UN Kinderrechtskonvention
Text (pdf-Format,
90 kB)*
Anlage (pdf-Format,
190 kB)*
Das Übereinkommen über die Rechte des Kindes wurde 1989 von der UN-Vollversammlung verabschiedet und ist in Deutschland seit 1992 in Kraft. Die unterzeichnenden Länder verpflichten sich darin, Rahmenbedingungen zum Wohl und für die Entwicklung des Kindes zu schaffen. Darin genannt wird das Recht des Kindes auf ein Höchstmaß an Gesundheit, was durch einen Ausbau der Gesundheitsfürsorge, darunter auch der Unfallverhütung, mit einem besseren Zugang zu Information und Unterstützung für alle erreicht werden soll.
Weltkindergipfel: A world fit for children (eine kindgerechte Welt)
Abschlussdokument
des Weltkindergipfels (pdf-Format,
240 kB)*
Im Mai 2002 trafen sich Staatsoberhäupter, Regierungschefs,
Politikerinnen und Politiker sowie Kinder aus aller Welt zur
Zweiten Sondergeneralversammlung der Vereinten Nationen zu
Kindern (Weltkindergipfel 2002) in New York. Ziel der Beratungen
war es, die Situation von Kindern weltweit zu verbessern. Am
Ende verabschiedeten die Beteiligten ein Dokument mit dem
Titel "A world fit for children". Darin verpflichteten sich die
Teilnehmerinnen und Teilnehmer, nationale Aktionspläne
vorzulegen, damit junge Menschen gute Startchancen ins Leben
haben.
In Deutschland entstand aus diesem internationalen Ansatz der Nationale Aktionsplan "Für ein kindergerechtes Deutschland" unter Beteiligung von kinderpolitischen Akteuren aus
allen Ebenen von Politik und Gesellschaft. Auch Kinder haben einen aktiven Beitrag zu dem Aktionsplan geleistet.
Das Abschlussdokument des Weltkindergipfels enthält als Kernstück
einen Aktionsplan. Hierin ist die Förderung eines gesunden
Lebens, darunter auch die Verhütung von Unfällen, als
ein prioritäres Ziel ausgeführt. Auf nationaler Ebene
sind die Regierungen aufgefordert, nationale Aktionspläne
aufzustellen. Die BAG ist in Kontakt mit der nationalen Koordinierungsgruppe,
die dafür Sorge tragen wird, dass die Verhütung von Kinderunfällen
in Heim und Freizeit explizit aufgenommen wird.
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