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Internationale Kooperationen

European Child Safety Alliance

Die European Child Safety Alliance (ECSA) ist eine Initiative unter dem Dach von Eurosafe, der Europäischen Vereinigung zur Verletzungsprävention und Sicherheitsförderung. Der European Child Safety Alliance gehören alle 25 EU-Mitgliedsländer an. Das Ziel der ECSA ist es, die Prävention von Kinderunfällen in Europa voranzubringen.

Profil der ECSA, European Child Safety Action Plan und Home Safety Campaign

Aktuell: Child Safety Report Cards

Am 6. Mai 2009 veröffentlicht die European Child Safety Alliance zum zweiten Mal die länderübergreifenden "Child Safety Report Cards" (Kindersicherheits-Gutachten) im Europaparlament Straßburg. Gleichzeitig werden die Report Cards in den über 20 beteiligten Ländern vorgestellt. Die Child Safety Report Cards 2009 beurteilen den Stand der Kindersicherheit und die vorhandenen Präventionsstrategien in den Ländern und zeigen die wichtigsten Maßnahmen auf, die zur Verbesserung der Kindersicherheit ergriffen werden sollten.

Child Safety Report Cards 2009: Hintergrund und Ergebnisse


Safe Kids Worldwide

www.safekids.org

Das Safe Kids Worldwide-Netzwerk ist ein internationaler Zusammenschluss von NGO's, die sich jeweils in ihrem Land der Verhütung von Kinderunfällen widmen. Die Vertreter von mittlerweile 16 Mitgliedsländern sind überzeugt, dass sie Kinderunfälle auf nationaler und internationaler Ebene gemeinsam mit Partnern aus Politik und Wirtschaft wirksam bekämpfen können. In Form von anwaltschaftlicher Arbeit zum Schutz der Kinder und als Lobbyorganisation für eine höhere Priorität der Unfallprävention führt Safe Kids Worldwide Öffentlichkeitsarbeit und Kampagnen durch, initiiert und unterstützt lokale Aktivitäten, trägt zur Schaffung sicherer Lebenswelten für Kinder bei und vernetzt die Aktivitäten der Mitgliedsorganisationen. Der Präsident von Safe Kids Worldwide, Dr. Marty Eichelberger, betonte auf der Safe Kids Worldwide Konferenz 2005: "Es besteht ein dringender Bedarf für eine globale Organisation, die Forschungsergebnisse zusammenführen, Gemeinschaftsprogramme entwickeln und die Erfahrungen vorbildlicher Modelle teilen kann. Jedes durch einen Unfall zu Schaden gekommene Kind ist eines zu viel!"


Die WHO, Europäisches Zentrum für Umwelt und Gesundheit, (ECEH)

www.euro.who.int/ecehrome?language=German

Das ECEH-Büro beteiligt sich in der Europäischen Region aktiv an dem Prozess Umwelt und Gesundheit, den eine Reihe ministerieller Konferenzen begleiten. Die Aktivitäten erfolgen u. a. in Zusammenhang mit der 2004 in Budapest unter dem Motto "Die Zukunft unseren Kindern" veranstaltete Vierten Ministeriellen Konferenz Umwelt und Gesundheit und mit den daraus resultierenden Aufgabenschwerpunkte der beteiligten Nationen. Bei dieser Konferenz verpflichteten sich Umwelt- und Gesundheitsminister aus der Europäischen Region zur Sicherung einer gesunden Umwelt für Kinder. Ein Zielbereich ist dabei auch der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Verletzungen.

Kooperation beim Projekt "Housing and Health"

Die WHO, Europäisches Zentrum für Umwelt und Gesundheit, hat im Rahmen der LARES-Studie (Large Analysis and Review of European Housing and Health Status) in den Jahren 2002/2003 in acht europäischen Städten mehr als 3.000 Wohnungen inspiziert und Daten zu den Wohnverhältnissen und dem Gesundheitszustand der dort lebenden Personen erhoben. Es zeigten sich signifikante Zusammenhänge zwischen Wohnungsbedingungen und Unfallgeschehen. Da die Ergebnisse jedoch auf alle Bewohner - und nicht speziell auf Kinder - bezogen waren, hat die BAG die Genehmigung erhalten, 2005 eine Sonderauswertung zu den Kinderunfällen in den betreffenden Haushalten durchzuführen. Zum einen konnte aus den Daten auch für Kinder eine deutliche Beziehung zwischen Wohnbedingungen und Unfallrisiko nachgewiesen werden, zum anderen hat sich durch diese Kooperation eine dauerhafte Zusammenarbeit mit der WHO ergeben. Das WHO-Zentrum macht seinen Einfluss auf Mitglieder der Europäischen Kommission geltend, um in Europa Kinderunfallprävention mehr Gewicht zu geben und politische Programme zur Unfallverhütung voran zu bringen.


UN Kinderrechtskonvention

Text (pdf-Format, 90 kB)*
Anlage (pdf-Format, 190 kB)*

Das Übereinkommen über die Rechte des Kindes wurde 1989 von der UN-Vollversammlung verabschiedet und ist in Deutschland seit 1992 in Kraft. Die unterzeichnenden Länder verpflichten sich darin, Rahmenbedingungen zum Wohl und für die Entwicklung des Kindes zu schaffen. Darin genannt wird das Recht des Kindes auf ein Höchstmaß an Gesundheit, was durch einen Ausbau der Gesundheitsfürsorge, darunter auch der Unfallverhütung, mit einem besseren Zugang zu Information und Unterstützung für alle erreicht werden soll.


Weltkindergipfel: A world fit for children (eine kindgerechte Welt)

Abschlussdokument des Weltkindergipfels (pdf-Format, 240 kB)*

Im Mai 2002 trafen sich Staatsoberhäupter, Regierungschefs, Politikerinnen und Politiker sowie Kinder aus aller Welt zur Zweiten Sondergeneralversammlung der Vereinten Nationen zu Kindern (Weltkindergipfel 2002) in New York. Ziel der Beratungen war es, die Situation von Kindern weltweit zu verbessern. Am Ende verabschiedeten die Beteiligten ein Dokument mit dem Titel "A world fit for children". Darin verpflichteten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, nationale Aktionspläne
vorzulegen, damit junge Menschen gute Startchancen ins Leben haben.
In Deutschland entstand aus diesem internationalen Ansatz der Nationale Aktionsplan "Für ein kindergerechtes Deutschland" unter Beteiligung von kinderpolitischen Akteuren aus allen Ebenen von Politik und Gesellschaft. Auch Kinder haben einen aktiven Beitrag zu dem Aktionsplan geleistet.

Das Abschlussdokument des Weltkindergipfels enthält als Kernstück einen Aktionsplan. Hierin ist die Förderung eines gesunden Lebens, darunter auch die Verhütung von Unfällen, als ein prioritäres Ziel ausgeführt. Auf nationaler Ebene sind die Regierungen aufgefordert, nationale Aktionspläne aufzustellen. Die BAG ist in Kontakt mit der nationalen Koordinierungsgruppe, die dafür Sorge tragen wird, dass die Verhütung von Kinderunfällen in Heim und Freizeit explizit aufgenommen wird.

 

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