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Häufig gestellte Fragen zum Thema Kindersicherheit in Heim und Freizeit

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Rollende Spielgeräte: Was ist in welchem Alter zu empfehlen?

Die meisten Kinder sind schon im Kleinkindalter von allen Arten rollender Spielgeräte fasziniert. Bereits auf Zweijährige üben Fahrräder eine große Anziehungskraft aus.

Vielfältige Bewegungserfahrungen und –angebote sind für die motorische Entwicklung eines Kindes von großer Bedeutung. Sie helfen sogar später, Unfälle zu vermeiden: Denn motorisch gut geübte Kinder leben sicherer. Allerdings ist die Verletzungsgefahr groß, wenn die Kinder Fahrzeuge in die Hand bekommen, die sie aufgrund ihres Entwicklungsstandes noch nicht beherrschen können.

Ist ein Kind dem Bobbycar oder Dreirad entwachsen, sollte es zunächst gut Roller fahren lernen. Der Roller ist ein ideales Bewegungsgerät für ein frühes Gleichgewichtstraining bei geringer Unfallgefahr. Das Kind macht die Erfahrung des Rollens und Kippens und erlebt Geschwindigkeit. Wird diese zu groß, springt es einfach ab.

Ähnlich gute motorische Erfahrungen sammeln Kinder mit so genannten Laufrädern, allerdings kann man hier nicht so problemlos abspringen. Laufräder sind als Zwischenschritt zwischen Roller und Fahrrad gut geeignet.

Erst wenn ein Kind sicher Roller fahren kann, sollte ein Fahrrad angeschafft werden. Hat ein Kind genügend Gleichgewichtserfahrung mit Roller und/oder Laufrad gesammelt lernt es das Radfahren fast von alleine. Auf jeden Fall verzichten sollte man auf Stützräder. Sie führen häufig zu schlimmen Stürzen. Denn sie ermöglichen es dem Kind, mit dem Fahrrad Geschwindigkeiten zu erreichen, in denen es das Fahrzeug nicht beherrscht. Zudem verhindern die Stützräder das nötige Ausbalancieren in den Kurven.

Heutzutage besitzen in Deutschland mehr als 90 % der Vierjährigen ein Fahrrad, obwohl sich die Entwicklungspsychologen einig sind, dass Kinder dieses Alters nicht in der Lage sind, die mit dem Radfahren verbundenen Anforderungen zu bewältigen. Gleichzeitig treten, lenken, bei hoher Geschwindigkeit schnell reagieren, bremsen, das seitliche Geschehen wahrnehmen und dabei nach vorne schauen – noch im späten Grundschulalter sind Kinder mit dem Fahrrad im Verkehr häufig überfordert. Daher sollten Kindergartenkinder nur auf verkehrsfreien Flächen, die gegenüber dem Straßenverkehr deutlich abgegrenzt sind, Rad fahren.

Kleine Kinder sollten von Anfang an stets mit einem sicheren Kinderhelm ausgerüstet sein!

Informationen für Eltern:

Schritt für Schritt. Wie Sie Ihr Kind fit machen für den Straßenverkehr. Eine Informationsbroschüre für Eltern von Kindern im Alter von 3 bis 6 Jahren.
Hrsg.: Deutscher Verkehrssicherheitsrat e. V., 53225 Bonn, www.dvr.de

www.psychomotorik-bonn.de


SeitenanfangBundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e. V., Heilsbachstr. 13, 53123 Bonn
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