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Häufig gestellte Fragen zum Thema Kindersicherheit in Heim und Freizeit

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Gibt es Kinder, die gefährdeter sind als andere - sogenannte "Unfallkinder"?

Die Sicherheit von Kindern ist von vielen verschiedenen Faktoren abhängig. Aufgrund ihres körperlichen, geistigen und seelischen Entwicklungsstandes geraten sie in einer von Erwachsenen für Erwachsene gemachten Umwelt immer wieder in Gefahr. Sie wollen ihre Umwelt und sich selbst erforschen. Ein Bewusstsein für Gefahren, die daraus entstehen, haben Kinder entwicklungsbedingt noch nicht bzw. nur begrenzt.

Nicht alle Kinder sind gleichermaßen gefährdet. In 58 % der Fälle erleiden Jungen Unfälle, Mädchen sind mit 42 % seltener beteiligt. Über die Geschlechtergrenzen hinweg gibt es darüber hinaus eine Reihe von Faktoren, die das Unfallrisiko erhöhen:

Konzentrationsschwäche, motorische Unruhe, Ungeschicklichkeit und Impulsivität begünstigen Unfälle. Der „Zappelphilipp“ ist also mehr gefährdet als ein ausgeglichenes Kind.

Immer mehr Kindern mangelt es heute an Bewegungssicherheit - vor allem, weil sie sich zu wenig bewegen. Das städtische Lebensumfeld und der Familienalltag bieten vielen Kindern zu wenig Raum für Bewegungserfahrungen. Ungelenke Kinder, d.h. Kinder mit sogenannten motorischen Defiziten, haben ein deutlich erhöhtes Unfallrisiko - zu Hause, beim Sport und im Straßenverkehr.

Kleine „Draufgänger“ leben gefährlicher als ihre Altersgenossen. Aber auch Tagträumer und Kinder in belasteten Situationen, z.B. bei Problemen in der Familie, sind häufiger von Unfällen betroffen.

Sicherheit von Kindern ist nicht zuletzt eine soziale Frage. Kinder, die in sozial benachteiligten Verhältnissen aufwachsen - in Deutschland häufig ausländische Kinder - haben ein deutlich höheres Risiko, einen Unfall zu erleiden.

Kinder mit Entwicklungsauffälligkeiten wie ADS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom) und hyperaktive Kinder sind ebenfalls wesentlich häufiger von Unfällern betroffen.


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