Zum Inhalt springen |

Logo der BAG Mehr Sicherheit für Kinder e. V.
Inhalt drucken
DatenProduktsicherheitPolitische Grundlagen AnalysenAnbieter und Angebote Internationales
Teilnehmer der Podiumsdiskussion am 25.11.2009 in Bonn
Fachinfos > Daten

Fachtagung "Kinderunfallprävention - Ziele, Strategien und Umsetzung" am 25.11.2009 in Bonn

Unfälle sind das Gesundheitsrisiko Nummer eins im Kindesalter. Unfallbedingte Verletzungen sind die häufigste Todesursache bei Kindern und der häufigste Anlass für eine Behandlung im Krankenhaus. Dabei ist die Mehrzahl aller Unfälle vermeidbar.

Zielsetzung der Fachtagung war es, die Fortschritte in der Kinderunfallprävention aufzuzeigen und den Beitrag der „Nationalen Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Kinderunfallprävention“, die 2007 von der BAG veröffentlicht wurden, zu beleuchten. Die Fachtagung zog eine Zwischenbilanz, welchen Stellenwert die Empfehlungen in politischen Prozessen, bei der Setzung von Prioritäten und in der Praxis unfallpräventiver Maßnahmen haben. Die Veranstaltung sollte auch dazu dienen, weitere Partner zur Kinderunfallprävention zu gewinnen und Raum für fachlichen Austausch und planende Beratungen geben.

In ihrer Funktion als Kooperationsplattform hat die BAG in den letzten Jahren Know-how und Positionen zusammengeführt und Vorgaben für die Reduzierung der Kinderunfälle gemacht. Ihre nationalen Empfehlungen beinhalten Grundlagen und strategische Ziele für die Maßnahmenentwicklung und zeigen Handlungsschwerpunkte der Kinderunfallprävention auf. Eine Bestandsaufnahme zur Umsetzung der in den Empfehlungen beschriebenen Maßnahmen, für die zu einem großen Teil andere Organisationen als die BAG selbst verantwortlich sind, wurde im Sommer 2009 durchgeführt. Die Befragungsergebnisse wurden auf der Fachtagung vorgestellt.

Die nationalen Empfehlungen nennen in ihrem Zielbereich „Rahmenbedingungen“ u.a. die Verbesserung der Datenlage als wichtiges Teilziel. Hier sind seit 2007 bereits gute Fortschritte erzielt worden, so durch Arbeiten des Statistischen Bundesamtes und des Robert Koch-Instituts. Erste Resultate wurden auf der Veranstaltung dargestellt.

Ebenso wurden anschauliche Beispiele für umgesetzte Maßnahmen in den Settings „Familie“, „KiTA“, „Schule“ und „Kommunen“ präsentiert. Außerdem wurde über Fortschritte in der Qualitätsentwicklung von Maßnahmen und Medien berichtet. Eine Podiumsdiskussion zum Thema „Reduktion der Rate der Kinderunfälle um 20% – Wunschbild oder Realziel?“ gab interessante Impulse. Das Podium war mit Vertretern der Unfallkassen, des Deutschen Verkehrssicherheitsrates, der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie, von gesundheitsziele.de und Verantwortlichen aus den Ländern besetzt.

Hier die bei der Tagung gehaltenen Fachvorträge und Statements im Einzelnen:

Informationsmaterial

NEU: Tagungsdokumentation (pdf-Format, 6MB)

Positionspapier der gesetzlichen Unfallversicherung zur Prävention - Leitlinien und Umsetzung (externer Link)

Vorträge und Statements nach Tagungsprogramm

Grußworte

Grußwort Dr. Horst Peretzki (pdf-Format)
Vertreter des Bundesministeriums für Gesundheit

Verbesserung der Datenlage

Unfalldaten und der Kinder- und Jugendgesundheitssurvey: Wie geht es weiter?
KiGGS-Kohorte und Monitoring: Möglichkeiten, Grenzen, Ausblick
(pdf-Format)
Johanna Gutsche, Robert-Koch Institut

Der neue Fachbericht des Statistischen Bundesamtes zum Unfall- und Verletzungsgeschehen in Deutschland (pdf-Format)
Thomas Graf, Statistisches Bundesamt

Vortrag

Zusammenarbeit für ein sicheres Europa: Monitoring, Erfahrungsaustausch und gemeinschaftliche Initiativen zur Kindersicherheit (pdf-Format)
Dr. Rupert Kisser, Präsident von Eurosafe

Referat

Nationale Empfehlungen zur Kinderunfallprävention in Deutschland – Wege zur Reduktion von Kinderunfällen (pdf-Format)
Thomas Altgeld, Vizepräsident der BAG Mehr Sicherheit für Kinder e.V.

Beispiele aus Handlungsfeldern der Kinderunfallprävention

Zielbereich „Familie“
Wie werden Familien erreicht? Die Kampagne „Grillen ohne Brandbeschleuniger“ als Beispiel zur Elterninformation (pdf-Format)
Adelheid Gottwald, Paulinchen Initiative für brandverletzte Kinder e.V.

Zielbereich „Kindertageseinrichtungen“
Neue Maßnahmen zur Unfallverhütung in der KiTa: Weiterentwicklung des Programms „Kind und Verkehr“ (pdf-Format)
Andreas Bergmeier, Deutscher Verkehrssicherheitsrat

Zielbereich „Schulen“
Die gute gesunde Schule – Unfallprävention im Kontext von Gesundheits- und Bildungsqualität (pdf-Format)
Dr. Sven Dieterich, Unfallkasse Nordrhein-Westfalen

Zielbereich „Kommunen“
Auf dem Weg zur „Safe Community“ (WHO) (pdf-Format)
Andreas Krampe, Landesgesundheitsamt Brandenburg

Zielbereich „Querschnittsanforderungen“
Qualitätsentwicklung bei Maßnahmen und Medien der Kinderunfallprävention – Bestandsaufnahme und Kriterien für gute Praxis (pdf-Format)
Dr. Monika Köster, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Podiumsdiskussion

Thema:

Reduktion der Rate der Kinderunfälle um 20% – Wunschbild oder Realziel?

Schwerpunkt der Fragestellung:

20% Unfallreduktion hat die BAG als Konsens und Ziel in ihren nationalen Empfehlungen festgehalten. 20% Reduktion für die Gesamtrate der Kinderunfälle als auch für die verschiedenen Settings im Zeitraum von 2007-2012.

  • Ist das ein realistisches Ziel?

  • Wie sehen das die Expertinnen und Experten und politisch Verantwortlichen auf dem Podium?

  • Gibt es vergleichbare Zielvorstellungen in ihren Arbeitsbereichen?

  • Gibt es Erfahrungen mit der Zielfindung, der Zieldefinition und schließlich auch mit der Umsetzungskontrolle?

  • Gibt es bereits Erfolge? Tatsächlich erreichte Veränderungen? Nachweisbare Reduktionen? Wie sind diese Erfolge bewirkt worden?

  • Gibt es vorbildliche Ansätze, z.B. in der Arbeitswelt, bei anderen Gesundheitsproblemen, oder auch auf regionaler Ebene? Gibt es „Rezepte“ oder Tipps, die die BAG im Bereich der Kinderunfallprävention für ihre Zielsetzung nutzen könnte?

Teilnehmende mit Einstiegsfragen:

  • Gabriele Klärs, Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und -gestaltung e.V.
    Statement (pdf-Format)
  • Melanie Lorenz, Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung
    Statement (pdf-Format)
  • Bruno Zwingmann, Bundesarbeitsgemeinschaft Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (Basi)
  • Andreas Bergmeier, Deutscher Verkehrssicherheitsrat
    Statement (pdf-Format)
  • Dr. Heike Jung, Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen Rheinland-Pfalz
    Statement (pdf-Format)
  • Andreas Krampe, Landesgesundheitsamt Brandenburg
    Statement (pdf-Format)

Moderation: Thomas Altgeld



SeitenanfangBundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e. V., Heilsbachstr. 13, 53123 Bonn
Tel. (0228) 688 34-0, Fax 688 34-88, Eltern-Hotline 688 34-34,
info@kindersicherheit.de