Ertrinken: Badewanne, Gartenteich und Regentonne
Wassersicherheit
für Kinder: eine Expertise der DLRG
Worauf
achten beim Kauf von Kinderschwimmhilfen? (pdf-Format)
Auftriebsmittel
halten zwar die Kleinen über Wasser und geben den Eltern dadurch ein Gefühl von Sicherheit, ersetzen aber auf keinen Fall das wachsame Auge.
Das Angebot der Auftriebsmittel, mit denen die Kinder das nasse Element erobern können, ist groß, aber schwimmen lernen sie damit nicht. Deshalb müssen sich die Eltern, auch wenn die Kinder Schwimmärmel tragen, immer im Schwimmbecken neben ihrem Kind bewegen und es nie aus den Augen lassen.
Was als Auftriebsmittel angeboten wird und worauf man achten muß!
- Schwimmwesten
müssen gut sitzen, schränken aber die Bewegungsfreiheit ein
- spezielle Badeanzüge mit eingenähten Auftriebsmitteln
Bewegungen in Schwimmposition sind gut möglich, aber die Badeanzüge sind sehr teuer
- Schwimmbretter aus Leichtschaumstoff
mit Hilfe der Eltern halten die Kinder ihr Brett von außen fest, lernen gut die Schwimmbewegungen, rutschen aber auch schnell ab
- Schwimmscheiben
aus Schaumstoff, mit Auftriebsmitteln gefüllte Scheiben am Oberarm sichern Einjährige bis Schulanfänger individuell ab. Anzahl der Scheiben hängt vom Gewicht und den Schwimmfähigkeiten des Kindes ab
- Schwimmsitze
nur für die ganz Kleinen. Lassen den Kindern wenig Bewegungsfreiheit, die Kinder frieren schnell und kippen schnell kopfüber.
- Schwimm-/Brustgürtel
mit herausnehmbaren Schwimmelementen, rutscht oft bis unter die Achselhöhlen, die Kinder bekommen keine Luft mehr
- klassische Schwimmflügel
entsprechen den Sicherheitsansprüchen beim TÜV ohne Einschränkungen und sind preislich sehr günstig. Sollten zwei oder mehrer Luftkammern enthalten. Luftkissen erst vollständig aufblasen, wenn sie am Oberarm in Schulterhöhe sitzen.
- Schwimmtrainer
für Kinder ab ca. zwei Jahren, herausnehmbare Auftriebsplatten an Bauch und Rücken. Der Schwimmtrainer sitzt fest am Körper und bietet auch sonst alle Vorteile eines sehr guten Auftriebsmittels.
Wichtiger Hinweis: Schadstoffbelastungen bei Schwimmhilfen!
Bei den meisten Schwimmhilfen hat ÖKO-Test Schadstoffe nachgewiesen.
PVC- haltiges, eigentlich starres Material wird mit schädlichen Weichmachern in Form gebracht. Die Produkte enthalten Phthalate . Doch auch wenn die Kinder nicht daran nuckeln, können sich Phthalate durch engen Hautkontakt aus dem Material lösen und so in den kindlichen Körper gelangen. Zudem steckt in gut der Hälfte der Schwimmflügel Krebserregendes Naphthalin, das in der Phthalatproduktion eingesetzt wird. Ein Glück für die Hersteller, dass ihre Produkte nicht der Spielzeugrichtlinie entsprechen müssen, sondern als persönliche Schutzausrüstung gelten. Denn in Spielzeug, das Kinder bis 36 Monate in den Mund nehmen könnten, sind diese Schadstoffe seit einigen Jahren verboten .
Selbst wenn die Schwimmhilfen entsorgt werden, sind die Giftstoffe nicht aus der Welt, denn mit dem Müll gelangen die meisten Schadstoffe über die Müllverbrennungsanlagen wieder in unsere Umwelt.
weitere Informationen unter: http://www.oekotest.de/cgi/ot/otgs.cgi?doc=29806
