
Wie viele Unfälle passieren, warum, wo und wie können sie vermieden werden? Ein Factsheet zum Download.
Weitere Meldungen finden Sie in unserem Newsletter.
Während traditionell in Ostdeutschland nahezu die Hälfte aller Kinder unter drei Jahren in Kindertageseinrichtungen betreut wird, liegt die Quote im Westen noch deutlich unter 10%. Um den erhöhten Betreuungsbedürfnissen im Westen gerecht zu werden, öffnen immer mehr Kindergärten ihre Gruppen auch für Kinder unter drei Jahren. Damit verbunden sind für die Einrichtung zahlreiche bauliche und organisatorische Veränderungen.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder e.V. lädt alle Kindertagesstätten ein, sich an dem Wettbewerb „Laufen. Springen. Klettern. – Sicher geht das!“ zu beteiligen. Machen auch Sie mit Ihrer Kindergartengruppe mit!
„Wir können das!“ heißt es dieses Mal für Kindergartenkinder ab 4 Jahre mit dem neuen Mal- und Rätselheft. Zum Thema Unfallverhütung und Sicherheit hat die Initiative „Wir können das!“ attraktive Spiel-, Mal- und Knobelaufgaben für Kindergartenkinder zusammengestellt. Das Heft unterstützt Erzieherinnen bei der Durchführung von Projekten zum Thema Unfallverhütung und kann hier heruntergeladen oder von Kindertageseinrichtungen bestellt werden:
Für die Verhütung von Unfällen ist die Begleitung von Kindern auf ihrem Weg zu einer eigenen Risikokompetenz ein notweniger Faktor. Zu diesem Thema findet am 17.01.2011 (Achtung: Termin wurde um einen Tag vorverlegt!) in den Räumlichkeiten des Gesamtverbandes der Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin die Fortbildung für Erzieherinnen und Erzieher „Risikokompetenz und Unfallverhütung“ statt. Sie ist Teil der Initiative „Wir können das!“ und wird von der BAG Mehr Sicherheit für Kinder e.V. durchgeführt.
Kinder sind während ihres Aufenthaltes und auf dem Weg zu und von der Kindertagesstätte über die gesetzliche Unfallversicherung versichert. Deshalb müssen alle Unfälle, die mit dem Besuch der Kindertageseinrichtung zusammenhängen und einen Arztbesuch erfordern, der Gesetzlichen Unfallversicherung gemeldet werden. Aber auch Bagatellunfälle müssen dokumentiert werden: dazu bieten die Unfallkassen ein sogenanntes Verbandbuch an.
Damit der Außenbereich zusätzlich an Attraktivität gewinnt, setzen viele Kitas auf einen neuen Trend: das Gartentrampolin. Das Springen fördert in vielfältiger Weise die motorische Fähigkeiten. Doch Gartentrampoline bergen, wie auch Inline-Skates, neben der hohen Attraktivität leider ein erhöhtes Verletzungsrisiko.
In Fachforen für Erzieherinnen und Erzieher und auch unter Eltern wird heiß darüber diskutiert, ob es sinnvoll ist, Kindergartenkinder mit Prickelnadeln arbeiten zu lassen. Aus Sicht der Unfallverhütung ist das Arbeiten mit der Prickelnadel eine sehr gute und sinnvolle Übung zur Verbesserung der Feinmotorik. Tatsache ist aber auch, dass von Prickelnadeln, wenn sie falsch angewendet werden, eine erhebliche Verletzungsgefahr ausgeht.
Kinder im Kindergartenalter zählen zu der Hochrisikogruppe bei Vergiftungsunfällen. Etwa 19.000 Kinder haben sich im Jahr 2007 vergiftet – das entspricht etwa 52 Kindern pro Tag. 89 % der in den Giftnotrufzentren gemeldeten Vergiftungsunfälle betreffen Kinder unter sechs Jahren. Typisch sind Vergiftungen durch die Einnahme von Haushaltschemikalien, Medikamenten, Pflanzen oder Kosmetika.
Alle diese Unfälle wären vermeidbar!
Seit Oktober 2009 liegen die neuen Zahlen des Unfallgeschehens 2008 in Kindertageseinrichtungen und Schulen vor. Alle Unfälle, die in Kindertageseinrichtungen passieren sind meldepflichtig, weil sie über die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung versichert sind.
Aktuellen Zahlen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherer zufolge gibt es in Deutschland 83.395 Kindertageseinrichtungen. Jede dieser Einrichtungen bietet ihren Kindern Flächen zum Spielen und Toben an. Dazu gehören im Außenbereich auch vielfältige Spielgeräte, wie Klettergerüste, Rutschen und Schaukeln. Allein auf diesen Anlagen ereigneten sich im Jahr 2007 etwa 39.000 Unfälle.
Durch den Ausbau der Betreuungsplätze in Kindertagesstätten für unter dreijährige Kinder haben sich die Bedingungen in den KiTas entscheidend verändert. Aus diesem Grund wurde eine neue Unfallverhütungsvorschrift (UVV) verabschiedet und ist Anfang April 2009 in den meisten Bundesländern in Kraft getreten.
> weiter...Im Alltag gibt es oft Situationen, in denen Eltern die eigenen Kinder Dritten anvertrauen. Dabei kommt, insbesondere bei professionellen Betreuungsverhältnissen, manchmal Verunsicherung auf: Inwieweit werden die Kinder so beaufsichtigt, dass sie sicher spielen und lernen können?