12.05.2016

2016 - 02 - Newsletter

2016 - 02 - Newsletter

Wie verhalten sich eigentlich Prävention und Gesundheitsförderung zueinander, und welche Rolle spielt dabei die Unfallprävention? Die Hoffnung, dass das neue Präventionsgesetz oder die zugehörigen Bundes- bzw. Landesrahmenempfehlungen auf diese Frage Antworten geben, hat sich leider nicht erfüllt. Auch zu der Frage, wie Unfallkassen und Krankenkassen gemeinsam an sicheren und gesunden Lebenswelten für Kinder arbeiten werden, ist noch kein konkreter Ansatz zu erkennen. Und von der Unfallprävention in Heim und Freizeit ist gar keine Rede. Die BAG Mehr Sicherheit für Kinder ist also mehr denn je gefragt, sich zu Wort zu melden! 

Unseren Newsletter zum Download erhalten Sie hier.

1. Kindersicherheitstag 2016: „Kindersicherheit ist bunt“

Unter dem Motto „Kindersicherheit ist bunt“ ruft die BAG ihre Mitglieder, Kooperationspartner und alle Interessierten auf, mit kreativen Ideen und vielfältigen Aktionen zum Kindersicherheitstag beizutragen. Der Aktionstag findet jedes Jahr am 10. Juni 2016 statt. In diesem Jahr finden, anstelle einer nationalen Auftaktveranstaltung, den ganzen Sommer über eine Reihe von regionalen Veranstaltungen statt.

Die BAG hat dazu Anregungen, Arbeitshilfen und Materialien für regionale Aktionen aufbereitet. Die Sammlung steht auf der Webseite der BAG zur Verfügung. Machen Sie mit! Tragen Sie Kinderunfallprävention in die Breite, wo Sie Eltern, Kinder, Betreuungspersonen und politisch Verantwortliche erreichen!

Die BAG selbst wird am 10. Juni in Bonn die Telefonaktion „Auf Nummer sicher“ veranstalten. Zwischen 9.00 und 12.00 Uhr stehen zwei erfahrene BAG-Fachkräfte für die telefonische Beratung rund um Kindersicherheit zur Verfügung. Die Sicherheitshotline ist unter 0228/68834-20 zu erreichen.

2. Train-the-Trainer-Seminar für Referentinnen und Referenten in der Kindertagespflege

In Kooperation mit der Unfallkasse NRW lädt die BAG Mehr Sicherheit für Kinder e.V. Referentinnen und Referenten, die in der Qualifizierung von Tagespflegepersonen zum Thema Kindersicherheit und Unfallverhütung tätig sind und/oder sein möchten, zu einem kostenfreien Train-the-Trainer-Seminar ein. 

Hintergrund ist, dass das Deutsche Jugendinstitut das neue „Kompetenzorientierte Qualifizierungshandbuch Kindertagespflege“ (QHB) entwickelt hat, welches das bisherige DJI-Curriculum in den nächsten fünf Jahren ablösen wird. Neu ist die Erweiterung auf 300 Unterrichtseinheiten und die Schwerpunktsetzung u.a. auf selbstgesteuertes Lernen, Selbstreflexion und verbindliche Berufspraktika. Durch die Kompetenzorientierung werden die Referentinnen und Referenten gefordert, neue Unterrichtskonzepte und -methoden einzusetzen. Ziel des Train-the-Trainer-Seminars, das die BAG zusammen mit der Unfallkasse im Rahmen eines mehrjährigen Projektes durchführt, ist, durch gut geschulte Referentinnen und Referenten die Module mit Bezug zur Kindersicherheit und Unfallverhütung aufzuwerten und damit letztendlich einen Beitrag für mehr Sicherheit in der Kindertagespflege zu erreichen.

Für das Thema Unfallverhütung und Kindersicherheit mit allen seinen Dimensionen in der Kindertagespflege nach dem QHB bietet die BAG das Train-the-Trainer-Seminar „Kinder­sicherheit und Unfallverhütung in der Qualifizierung von Tagespflegepersonen in NRW“ an. 

Das Seminar findet am 2. und 3. Dezember 2016 in Köln statt. Die Kosten für das Seminar sowie für Unterkunft und Verpflegung können im Rahmen des Projektes übernommen werden. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen begrenzt. Vorerfahrungen in der Erwachsenenbildung werden für die Teilnahme vorausgesetzt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten ein Zertifikat über die Teilnahme.

Für die Jahre 2017 und 2018 sind weitere Seminare – jeweils im Frühjahr und Herbst geplant.

Nähere Informationen zu dem Train-the-Trainer-Seminar sowie die Anmeldeunterlagen erhalten Sie unter: http://www.kindersicherheit.de/fortbildungen.html

3. Hörbuch „Mehr Kindersicherheit: Aus Fehlern lernen, Kinderunfälle vermeiden!“

Wer sich Kindersicherheit anstelle von Texten und Videos lieber mithilfe eines Audio-Mediums erschließen möchte, hat nun erstmals Gelegenheit dazu. Auf Basis der Webseiten-Texte der BAG zu Unfällen und Erster Hilfe hat der Sänger, Sprecher und Audio-Produzent Matthias Ernst Holzmann das Hörbuch Kindersicherheit produziert. Es beschäftigt sich mit den häufigsten Gefahren für Kinder und soll das Bewusstsein von Eltern und pädagogischen Fachkräften für diese Gefahren schärfen. Zudem werden zu den häufigsten Verletzungsarten Erste Hilfe Maßnahmen erläutert. Das Hörbuch (3 CD-Download) kann zum Preis von 27 Euro bezogen werden. Ein Spendenanteil des Erlöses fließt an die BAG.

Nähere Informationen zu dem Hörbuch sowie Hörproben finden Sie unter:

4. Haushaltschemikalien und kindergesicherte Verpackungen: Besserer Schutz für die ganz Kleinen!

Die BAG startet eine siebenteilige Serie zum Thema „Kinder und Haushaltschemikalien - Mehr Schutz durch kindergesicherte Verpackungen“. Jeden Mittwoch erhalten Verbraucherinnen und Verbraucher über Facebook, Twitter und Google+ nützliche Informationen zu den am häufigsten gestellten Fragen rund um Putz- und Reinigungsmittel, kindergesicherte Verschlüsse und sicherheitsbewusstes Verhalten.

Um Vergiftungen vorzubeugen, will die BAG junge Familien erreichen und ihnen einen niederschwelligen Zugang zu häufig gestellten Fragen rund um das Thema Haushaltschemikalien bieten. Zum Beispiel können durch die Verwendung von kindergesicherten Verpackungen Kleinkinder besser vor Vergiftungen geschützt werden.

Nur etwa ein Drittel der Verbraucherinnen und Verbraucher kennen die Symbole, die nach europäischem Recht seit Juni 2015 auf Verpackungen von Haushaltsmitteln gedruckt sein müssen. Zudem wissen längst nicht alle Menschen, wie man Haushaltschemikalien sicher lagert und korrekt verwendet. Daraus resultieren Vergiftungsgefahren, vor allem für kleine Kinder. Die Übergangsfrist, in der noch Produkte ohne neue Kennzeichnungsetiketten, zum Beispiel aus Lagerbeständen, verkauft werden dürfen, endet am 31. Mai 2017. Bis dahin sollten Verbraucherinnen und Verbraucher über die neuen Gefahrensymbole Bescheid wissen. 

Die BAG hat mit Hilfe einer Expertengruppe aus der Fülle von Fragen eine Auswahl der am häufigsten gestellten bzw. der wichtigsten Fragen getroffen, diese für die Veröffentlichung aufbereitet und illustriert.

Mehr Informationen zum Projekt finden Sie unter: http://www.kindersicherheit.de/projekte/kinder-haushaltschemikalien.html

oder auf Facebook, Twitter und Google+ 

5. Kinderprodukte richtig auswählen – ein neues Projekt für Verbraucherinnen und Verbraucher

Kinder haben besondere Bedürfnisse. Darauf stellen wir uns als Eltern, Großeltern oder Betreuerinnen und Betreuer ein; z.B. indem wir spezielle Produkte für sie kaufen. Das Kinderzimmer wird nach den Vorlieben der Kinder eingerichtet, der Garten mit Spielgeräten ausgestattet, Spielzeug besorgt und für die Mobilität Fahrradanhänger, Kindersitz und Laufrad angeschafft.

Will man qualitativ hochwertige Produkte auswählen, ist die Entscheidung nicht immer leicht: Worauf sollte man beim Kauf achten, welche Kriterien gibt es für „gute“ Produkte, welche Prüf- oder Qualitätssiegel gibt es, welche Sicherheitszeichen sollten auf welchen Produkten zu finden sein und wie erkennt man mangelhafte Ware?

Mit Förderung durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft wird die BAG im Rahmen eines Projektes – an den Lebenssituationen von Familien ausgerichtet – Portraits von den für Mütter und Väter wichtigsten (und für Kinder gefährlichen) Produkten entwickeln. Ziel der Produktportraits ist, alle relevanten Sicherheitsinformationen zusammenzufassen und auf typische unfallrelevante Fehlinformationen hinzuweisen (im Sinne von „richtig“ und „falsch“ bzw. „Dos“ und „Don’ts“). Alle Produktportraits werden in eine Produktdatenbank eingegeben, die eine Recherche nach bestimmten Auswahlkriterien vereinfacht.

Zum Projektstart bittet die BAG um Ihre Mithilfe: Gibt es aus Ihrer Sicht Produkte aus dem Non-Food-Bereich, die unbedingt in dieser Datenbank vertreten sein sollten? Ist Ihnen ein unsicheres Produkt für Kinder aufgefallen oder hatten Sie Probleme bei der Entscheidung für ein Kinderprodukt, bzw. hätten Sie sich bei der Auswahl Unterstützung gewünscht? Um welches Produkt handelte es sich? 

Wir sind für alle Tipps, Anregungen und Erfahrungen aus der Praxis dankbar und werden prüfen, ob das von Ihnen genannte Produkt in die Datenbank aufgenommen werden kann.

Schreiben Sie uns eine kurze Mail an projekte(at)kindersicherheit.de.

6. ADAC-Warnwesten kostenlos für Schulanfänger – ein Dauerbrenner

Ab sofort können Grundschulen bis Ende Juni kostenlose Sicherheitswesten für ihre Schulanfänger bestellen.

Unter dem Motto „Ganz schön helle!“ startet die „Sicherheitsaktion für Erstklässler“ der ADAC Stiftung „Gelber Engel“ in die siebte Saison. Seit 2010 hat die Stiftung gemeinsam mit ihren Unterstützern bereits über 4,5 Millionen Westen an Schulanfängerinnen und Schulanfänger verteilt. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Verkehrssicherheit von Kindern geleistet. Denn indem die Erstklässler ihre Weste tragen, werden sie auf ihrem Schulweg sichtbarer und dadurch von anderen Verkehrsteilnehmern besser wahrgenommen. 

Die werbefreie, leuchtend gelbe Sicherheitsweste mit Kapuze wurde eigens für diese Aktion konzipiert. Sie ist nach vorne, hinten und auch zur Seite hin mit sehr viel Reflektionsmaterial ausgestattet. Zudem ist die Weste lang genug, so dass sie auch noch unterhalb des Schulranzens herausschaut. Auch die Kapuze, die ein breiter Reflexstreifen ziert und die meist auf dem Ranzen aufsitzt, trägt zur guten Sichtbarkeit in der dunklen Jahreszeit und somit zur Sicherheit der Kinder bei.

Weitere Informationen und das Bestellformular finden Sie hier: https://www.adac.de/sp/sicherheitswesten/