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Newsletter der BAG Mehr Sicherheit für Kinder e. V.

Nr. 1/2010

Fit für den Frühling – Rauf auf die Rollen und Räder!

Endlich ist der lange, kalte Winter vorbei und die Inline-Skates, Laufräder und Fahrräder können wieder aus dem Keller oder der Garage geholt werden. Doch bevor die ersten Spritztouren unternommen werden, sollte ein kurzer Sicherheitscheck unternommen werden:

Inline-Skates

Zuerst sollte die Größe der Inline-Schuhe überprüft werden. Die richtige Passform ist für die Sicherheit ganz wichtig: der Schuh darf nicht wackelig am Fuß sitzen, damit die Kraftübertragung optimal erfolgen kann und er darf nicht zu eng oder zu klein sein, damit er keine Schmerzen und Verletzungen verursacht.

Dann sollten die Rollen auf ihre Festigkeit und der Stopper auf seine Unversehrtheit überprüft werden. Ist dies alles einwandfrei, kann es losgehen. Helm, Knie-, Ellenbogen- und Handgelenksschoner nicht vergessen!

Vorsicht ist auf einigen Wegen geboten, die noch nicht hinreichend vom winterlichen Streugut befreit wurden. Im Sand oder Splitt bremsen die Inliner unvermittelt und das Kind stürzt.

Laufräder und Fahrräder

Kinder wachsen schnell. Deshalb sollte zunächst die Sattelhöhe auf die Größe des Kindes angepasst werden. Als Faustregel für Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter gilt: Im Sitz mit beiden Füßen sicher den Boden berühren. Für ältere bzw. sichere Fahrradfahrerinnen und -fahrer: Auf dem Sattel sitzend sollte das Knie noch leicht gebeugt sein, wenn die Ferse auf der untersten Pedalposition steht.

Auch der Helm sollte auf Größe und Sitz geprüft werden. Wackelt der Helm, müssen die Gurte neu eingestellt oder sogar ein neuer Helm gekauft werden.

Weiterhin sollten die Beleuchtung, die Bremsen und Bereifung kontrolliert werden.
Laut Straßenverkehrs-ZulassungsOrdnung (StVZO) muss die Fahrradbeleuchtung auch tagsüber funktionstüchtig sein, obwohl sie eigentlich nicht benötigt wird. Eltern sind dafür verantwortlich, dass die Räder ihrer Kinder den gesetzlichen Vorgaben entsprechen.

Bei Kinderfahrrädern mit Rücktritt muss darauf geachtet werden, dass die Kette nicht durchhängt, weil beim Bremsen sonst ein gefährlicher Leerweg entsteht und die Bremsung sich verzögert. Bei Handbremsen sind die richtige Einstellung der Griffweite und die Leichtgängigkeit für Kinder entscheidend. Andernfalls können sie die Bremse wegen des zu hohen Kraftaufwandes nicht betätigen. Auch andere sicherheitsrelevante Bauteile wie Sattel, Lenker und Pedale sowie Tretkurbeln sollten durch Rütteln oder Verdreh-Versuch auf festen Sitz geprüft werden.

Gerade für die erste Fahrt nach einer langen Fahrradfahrpause sollte eine weite und übersichtliche Übungsstrecke gesucht werden. Den Kindern sollte die Möglichkeit gegeben werden, in einem geschützten Rahmen die neuen Fahreigenschaften des Fahrrades zu erproben, bevor es richtig auf die Reise geht.

Übrigens: Kinder bis zum vollendeten 8. Lebensjahr müssen, ältere Kinder bis zum vollendeten 10. Lebensjahr dürfen mit Fahrrädern Gehwege benutzen!


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