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Newsletter der BAG Mehr Sicherheit für Kinder e. V.
Nr. 2/2009
Neue Normvorhaben
In einer von der EU Kommission beauftragten Studie wurden zwischen 2007 und 2008 Baby- und Kinderprodukte hinsichtlich ihres Gefährdungspotentials unter die Lupe genommen. Zwanzig Produkte aus den Bereichen Baden, Füttern, Schlafen und Kleiden standen dabei im Fokus der sogenannten LNE-Untersuchung. Für jedes dieser Produkte wurde eine detaillierte Risikoanalyse vorgenommen, wodurch neue Sicherheitskriterien herausgestellt werden konnten. Da diese Produkte bislang keiner europäischen Norm unterliegen, bzw. die existierende Norm nicht alle Risiken behandelt, können sich gravierende Unfälle, z.B. Stürze, Ersticken oder Ertrinken im Zusammenhang mit diesen Produkten ereignen.
Aus diesem Grund sollen die Ergebnisse zukünftig in die europäische Normungsarbeit einfließen. Das bedeutet, es werden neue Normvorhaben durchgeführt, u. a. für Kinderschlafsäcke, und bestehende Normen, z.B. für Kinderhochstühle, auf der Grundlage der Studienergebnisse überarbeitet.
Bei den zwanzig untersuchten Produkten handelt es sich um:
- Kinderschutzgitter für Betten
- Kindersitzerhöhungen
- Kindersitzauflagen für Erwachsenenstühle
- Kinderhochstühle
- Kinderstühle
- Babywippen
- Jugendbetten
- Mosquitonetze für Kinderbetten oder - wagen
- Aufhängbare Kinderbetten
- Kinderbettdecken
- Kinderschlafsäcke
- Sonnenschirme für Kinderwagen
- Kindertruhen
- Kindermatratzen
- Nestchen für Kinderbetten
- Kinderbadewannen
- Kinderbadesitze, /-ringe
- Kinderbadezubehör
- Kinderkleidung
- Saugnoppen als Befestigung
Den Auftakt für die Aktualisierungen der Sicherheitsanforderungen für Baby- und Kinderartikel in der EU bildeten Vorschläge zur Ausarbeitung von Badezubehör für Kleinkinder sowie – unanhängig von der LNE Studie – kindergesicherte Feststeller für Fenster und Balkontüren. Sobald die entsprechenden Normungsaufträge beim Europäischen Komitee für Normung (CEN) eingegangen sind, kann die Bearbeitung beginnen. Bis die Normen vorliegen, können über zwei Jahre vergehen.
Studienergebnisse unter: http://ec.europa.eu/consumers/safety/projects/ongoing-projects_en.htm