Zum Inhalt springen |

Logo der BAG Mehr Sicherheit für Kinder e. V.

zurück Seite drucken

Abonnement

Sie möchten zukünftig regelmäßig den Newsletter der BAG Mehr Sicherheit für Kinder e. V. per Email erhalten oder aus dem Verteiler gelöscht werden?

Newsletter bestellen/abbestellen

 

Home > Medien > Newsletter

Newsletter der BAG Mehr Sicherheit für Kinder e. V.

Nr. 2/2008

Aktualisierungserhebung der Marktanalyse „Kindersicherheit“ liegt vor

Im August haben die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und die BAG einen Bericht mit den Ergebnissen der 2007 durchgeführten Aktualisierungserhebung zu „Aktivitäten, Medien und Maßnahmen zur Prävention von Kinderunfällen in der Bundesrepublik Deutschland“ veröffentlicht. Der Ergebnisbericht beschreibt die Struktur von fast 800 ermittelten Angeboten zur Kinderunfallprävention, wobei Art der Angebote, Altersgruppenbezug, Zielgruppen und Unfallarten sowie Kooperationshintergrund und Evaluationsstatus analysiert werden.

Die Erhebung basiert auf den in der Online-Datenbank www.bzga.de/kindersicherheit verzeichneten Angeboten, deren Zahl sich gegenüber 2005 deutlich erhöht hat: Waren 2005 insgesamt 276 Anbieter mit 657 Angeboten dokumentiert, so stieg diese Zahl 2007 auf 361 Anbieter mit insgesamt 783 Angeboten. Außerdem konnten 94 Akteure aufgenommen werden, die (noch) keine eigenen Informationen bereitstellen, aber Ansprechperson im Bereich der Kinderunfallprävention sind.

Immer noch wird der Straßenverkehr als Unfallort am häufigsten thematisiert, jedoch gibt es einen leichten Zuwachs an dokumentierten Angeboten im Heim- und Freizeitbereich. Von der Anbieterstruktur her betrachtet, sind in der Datenbank nun mehr Angebote, die aus dem Versicherungsbereich kommen, erfasst. Ob dies auf ein verändertes Meldeverhalten oder auf eine verstärkte Aktivität dieses Bereichs zurückzuführen ist, kann aus den Erhebungsergebnissen nicht hergeleitet werden. Es ist zudem bemerkenswert, dass sich Angebote häufiger als früher direkt an Kinder richten. Auch fällt ins Auge, dass die Zahl der Angebote, die vom Öffentlichen Gesundheitsdienst gemeldet wurden, gegenüber 2005 abgenommen hat. Und schließlich sind immer noch sehr wenige Angebote erfasst, die sich an spezielle Zielgruppen richten, z.B. nur an Mädchen oder Jungen, oder an ausgewählte soziale Gruppen.

Dass die Qualitätsentwicklung eine wichtige Zukunftsaufgabe ist, zeigt der nach wie vor sehr geringe Anteil an Maßnahmen und Medien, die systematisch dokumentiert und evaluiert sind. Mit einem Anteil von nur 10% hat Evaluation einen geringen Stellenwert in der Praxis der Kinderunfallprävention. Damit in Zukunft eine größere Zahl von Angeboten evaluiert wird und Kriterien für „gute Praxis“ als Maßstab angelegt werden können, werden die BZgA und die BAG im Herbst 2008 gemeinsam eine neue Arbeitsgruppe „Qualitätsentwicklung in der Kinderunfallprävention“ ins Leben rufen.

Der Ergebnisbericht kann unter www.bzga.de/kindersicherheit herunter geladen werden. Diese Online-Datenbank als Instrument zur Bestandsaufnahme und Recherche nach Maßnahmen, Kooperationspartnern oder Medien ist immer noch ein wichtiges Instrument zur Weiterentwicklung der Kinderunfallprävention.


SeitenanfangBundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e. V., Heilsbachstr. 13, 53123 Bonn
Tel. (0228) 688 34-0, Fax 688 34-88, Eltern-Hotline 688 34-34,
info@kindersicherheit.de