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Newsletter der BAG Mehr Sicherheit für Kinder e. V.
Nr. 2/2008
Stellungnahme der Kinderkommission zu Sicherheitsrisiken für Kinder
Ziel der Bemühungen der Kinderkommission im Bundestag ist es, das Leben und die Gesundheit von Kindern zu schützen und sicherer zu machen. Dafür hat sich die Kommission auch die Reduzierung von Gefahrenquellen für Kinder im Haushalt zum Schwerpunkt gesetzt.
Für die Gefahren im Alltag von Kindern hatte die Kommission zu einer Expertenanhörung geladen. Aus den Ergebnissen dieser Anhörung wurden von der Kinderkommission Ende Juli 2008 folgende Forderungen formuliert:
- Initiierung von Präventionskampagnen und Beratungsangeboten für Eltern und Kinder, die auf die Gefahren im Alltag hinweisen
- Aufklärung der Eltern über Unfallrisiken im Rahmen der U-Untersuchungen
- Stärkere Berücksichtigung der Kinderbelange in Bauverordnungen in Form von obligatorischen Treppenschutzgittern, Fensterriegeln oder Rauchmeldern (auch zum Schutz der gesamten Familie)
- Sicherheitsartikel so kostengünstig wie möglich anbieten
- Verstärkte Berücksichtigung der Bedürfnisse von Kindern bei der Normung von Produkten
- Keine Koppelung von Nahrungsmitteln und Spielzeug
- Schaffung eines einheitlichen europäischen Prüfsiegels für Kinderprodukte in Europa
- Beibehaltung des nationalen GS-Zeichens, solange es kein einheitliches europäisches Prüfsiegel gibt, welches die Sicherheit von Produkten durch unabhängige Dritte gewährleistet
- Einführung einer Fahrradhelmpflicht für Kinder
Gerade die Forderung nach der Trennung von Spielzeug und Nahrungsmitteln wurde öffentlich stark kontrovers diskutiert.
Im Rahmen des Gesetzgebungsverfahren zur neuen Europäischen Spielzeugrichtlinie haben internationale Verbraucherorganisationen eine Stellungnahme erarbeitet, in der die Gefahr, die von der Kombination von Spielzeugen und Lebensmitteln ausgeht, als hoch eingeschätzt wird.