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Böller, Kracher und Raketen

Ein sicheres Feuerwerk zu Silvester

Böller, Kracher und Raketen

Ein Feuerwerk ist traumhaft schön anzusehen und es muss laut sein, damit es die bösen Geister des alten Jahres vertreibt, so sagt es der uralte Brauch. Traurige Bilanz ist aber: Für mehr als 200 Kinder beginnt das neue Jahr mit schwersten Verletzungen in der Notaufnahme eines Krankenhauses. Besonders oft sind Verbrennungen an den Händen der Kinder, weil sie Kracher zu lange festhalten. Oder Knallfrösche in der Hosentasche verursachen schwerste Verbrennungen an den Genitalien und im Lendenwirbelbereich, da sich selbst entzündet haben. Am häufigsten betroffen sind Kinder ab etwa 8 Jahren.

Welche Unfälle passieren?  

  • Das Kind wird von einem Böller getroffen und erleidet Verbrennungen an der Haut.
  • Beim Zünden von Feuerwerkskörpern geht etwas schief und das Kind verbrennt sich.
  • Der Böller explodiert nahe am Ohr und verursacht Hörschäden 
  • Der Böller kommt ins Auge und verletzt es.
  • Ein alter, nicht gezündeter Böller („Blindgänger“) explodiert unerwartet und verletzt das Kind. 

Damit das neue Jahr gut starten kann und Ihre Kinder nicht mit einer Verletzung im Krankenhaus landen, ist es wichtig, einige Regeln und Tipps zu beachten: 

Tipps zum Einkauf  

  • Kinder unter 12 Jahren dürfen kein Feuerwerk kaufen.
  • Kinder ab 12 Jahren natürlich auch nur das für sie geeignete Feuerwerk. Es gibt Feuerwerkskörper, die speziell für Kinder ab zwölf Jahren zugelassen sind. Diese sind weniger gefährlich und weniger laut. Dazu gehören Wunderkerzen, Tischfeuerwerk und Knallbonbons.
  • Kinder und Jugendliche dürfen nur Feuerwerkskörper der Klasse I kaufen und diese nur unter Aufsicht abbrennen lassen. 
  • Kaufen Sie nur zugelassene Böller mit einem Prüfsiegel der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM): BAM-PI zusammen mit einer Kombination aus vier Zahlen. 
  • Feuerwerkskörper ohne Prüfsiegel sind nicht zugelassen und können extrem gefährlich sein.

Sicherheitstipps beim Böllern 

Silvesterböller bestehen aus Sprengstoffen - nur so können sie in Sekundenschnelle hoch in die Luft schießen und dort explodieren. Wer schon einmal ein Feuerwerk gesehen hat, weiß wie viel Kraft hinter so einem Böller steckt. Dieser Kraft sollte man mit viel Respekt und Vorsicht begegnen. Folgende Tipps helfen, schmerzvolle Unfälle zu vermeiden: 

  • Daheim sind die Feuerwerkskörper an einem kühlen und trockenen Ort zu lagern, der für Kinder nicht erreichbar ist. 
  • Böller niemals in die Hosentasche stecken.
  • Achten Sie beim Anzünden darauf, dass Sie sich und keinen anderen gefährden.
  • Planen Sie vor dem Zünden des Feuerwerkskörpers, in welche Richtung er fliegen soll und wohin Sie sich entfernen.
  • Für Raketen sind freistehende Flaschen als Haltevorrichtung ungeeignet, da sie umfallen könnten. Besser sind die Raketen in leeren Flaschen in Getränkekisten untergebracht. 
  • Es ist ratsam, nur von freien Flächen oder Straßen die Raketen abzufeuern. Balkone stellen keinen geeigneten Startplatz da, weil darüber liegende Balkone oder Dachvorsprünge die Flugbahn einschränken können.
  • Bleiben Sie mit kleinen Kindern in der Wohnung.
  • Niemals Raketen aus der Hand abschießen.
  • Niemals in die Richtung anderer Kinder oder Erwachsener zielen.
  • Niemals selbst gebastelte Böller und Raketen benutzen.

Am Ende des Spektakels Feuerwerkskörper in einem mit Wasser gefüllten Eimer einsammeln.

Die BAG rät:

Kinder sollten nie allein in der Nähe von Feuerwerkskörpern sein und nur unter Aufsicht mit für Kinder geeigneten, pyrotechnischen Artikeln hantieren, die den Aufdruck BAM-P I als Zeichen der behördlichen Zulassung tragen. Selbst am Tag nach dem Feuerwerk können Kinder noch durch Blindgänger, die sie erneut anzünden, verletzt werden. Deshalb sollten die nicht gezündeten Knaller direkt von den Eltern entsorgt werden.

Kommt es zu einem Unfall, sollte schnell der Notruf 112 gerufen werden.