Zuhause und Unterwegs

Unfälle im Keller und auf dem Speicher

Unfälle im Keller und auf dem Speicher Abstellräume bergen Gefahren

Kellerräume, Abstellkammern und Speicher sind Traumziele für alle Kinder, die das Abenteuer zuhause suchen. Schummeriges Licht, lose Planken, überall auf dem Boden herumliegende Gegenstände, marode Möbelstücke, Farb- und Lackreste, verrostete Werkzeuge, alte Kleider und Stoffe, defekte Wandstecker und Elektrogeräte: Was es hier alles zu entdecken gibt, wo man sich hier überall verstecken kann, was sich hier alles aushecken lässt - und das alles unbeobachtet von den Eltern. Leider ist gerade deshalb das Verletzungsrisiko hier umso höher. Erkundende Kinderfinger können in erstaunlich kleine Öffnungen hinein passen, sich aber manchmal nicht mehr herausziehen lassen.

Gerade die Treppen, die in den Keller oder in das Obergeschoss führen, sind ein besonderer Gefahrenort für kleine Kinder. Kleine Kinder sind hier durch Schutzgitter vor stürzen sicher. Ab einem Alter von zwei Jahren bieten Treppengitter aber keine absolute Sicherheit mehr, weil sie von Kindern erklettert und überstiegen werden können.

  • Für Kinder unter zwei Jahren: Bauen Sie Treppenschutzgitter mit einer Mindesthöhe von 65 cm an allen Treppenzugängen ein. Überprüfen Sie regelmäßig die Stabilität des Gitters.
  • Treppentraining: Schon ab dem späten Krabbelalter kann das Vorwärts-, Hoch-und Rückwärtskrabbeln möglichst häufig auf der Treppe geübt werden. Rutschkanten an den Stufen verhindern das Wegrutschen.
  • Zur Sicherheit sollten Keller-, Speicher-, und Abstellräume immer verschlossen sein.
  • Chemikalien, Farben, Lacke, Lösungsmittel, Düngemittel etc. müssen kindergesichert verschlossen sein und für Kinder unerreichbar aufbewahrt werden.
  • Auf keinen Fall sollten solche Flüssigkeiten in Getränkeflaschen umgefüllt werden: Kinder erkennen die giftige Flüssigkeit  nicht und verwechseln sie mit Saft oder Limonade. Hier besteht eine hohe Vergiftungsgefahr!
  • Bei gelegentlichen Inspektionen auf verräterische Spuren achten, die auf heimliche kindliche Aktivität schließen lassen. Dann mit den Kindern darüber sprechen, um gemeinsam die Gefahren zu erörtern.
  • Vielleicht stöbern Sie einmal gemeinsam mit den Kindern in den alten Sachen herum, um die kindische Freude am Entdecken von Geheimnissen zu teilen. Das Kind soll nicht in einem unbeobachteten Moment im Keller oder auf dem Speicher herumstöbern, sondern mit den Eltern gemeinsam Gefahrenstellen aufsuchen und die Gefahr kennen lernen.