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Schlitten, Bob und Rodel

Spaß im Schnee aber sicher!

Schlitten, Bob und Rodel © Anschi / pixelio.de

Endlich! Väterchen Frost klopft an die Tür und die ersten Schneeflocken verzaubern das triste Braungrün der Wiesen in eine verschneite Winterlandschaft. Übermütig und mit roten Wangen toben die Kinder durch den ersten Schnee.

Mit von der Partie ist dabei immer ein Schlitten oder Bob, den die kleinen Pistenstürmer eilends aus dem Keller holen. An Hängen und auf den Pisten tummeln sich neben den klassischen Holzschlitten unzählige Modelle: Lenkbobs, Kunststoffschlitten, aufblasbare Schlitten, gefederte Bobs, Aluschlitten und Rutschteller, auch liebevoll „Poporutscher“ genannt.

Sorgen Sie für die richtige Kleidung und einen sicheren Schlitten, der dem Alter und der Entwicklung des Kindes angepasst ist. So können Sie Verletzungen vermeiden.

Warme und schützende Kleidung

Zu einem unbeschwerten und verletzungsfreien Wintervergnügen gehört schneegerechte Kleidung. Diese sollte wasserdicht, atmungsaktiv und wärmespeichernd sein. Bei kleinen Kindern hat sich der Skioverall bzw. Schneeanzug bewährt. Vorsicht ist bei Schals geboten: Sie sollten unter der Außenkleidung getragen werden, so dass Kinder nirgends hängen bleiben können. Feste Schuhe mit Profil, Handschuhe und auch ein Helm erhöhen Spaß und Sicherheit.

Der Sicherheitscheck für den Schlitten

Falls noch ein alter Schlitten oder Bob auf seinen Einsatz wartet, sollte als Erstes ein Sicherheitscheck durchgeführt werden:

  • Ist das noch Material stabil?
  • Sitzen alle Schrauben fest?
  • Gibt es scharfe Kanten?
  • Weist das Gerät unsichere Stellen auf?
  • Besteht Quetschgefahr für Finger oder Füße?
  • Sind Farben und Lacke wasserfest?

Hat das alte Modell im Keller ausgedient, stellt sich die Frage, welcher Schlittentyp am ehesten auf das jeweilige Alter der Kinder abgestimmt ist. Welcher fahrbare Untersatz auch immer: Der neue Flitzer muss unbedingt ein GS-Zeichen aufweisen, um eine „geprüfte Sicherheit“ zu garantieren. Haben erforderliche Sicherheitsüberprüfungen nicht stattgefunden,  kann es sein, dass das Material bei Kälte reißt und üble Verletzungen hervorruft. Für jeden Mitfahrer muss die Möglichkeit bestehen, sich am Rodelgerät festhalten zu können. Eine verständliche Benutzerinformation oder Gebrauchsanweisung gehört dazu.

Wann darf ein Kind alleine fahren?

Geschützt und geborgen in Mamas oder Papas Arm genießen schon Kleinkinder gemächliche Schneeabfahrten. Als Faustregel gilt: Kinder erst dann alleine rodeln sollen, wenn sie sicher lenken und bremsen können. Dies ist frühestens mit vier Jahren der Fall. Zum Üben bieten sich hindernisfreie, flach auslaufende, übersichtliche und nicht allzu bevölkerte Hänge an.

Welcher Schlitten ist zu empfehlen?

Für den klassischen Holzschlitten sprechen Sicherheit, Stabilität, Dämpfung und Langlebigkeit. Er eignet sich besonders für das Eltern-Kind-Doppel, aber auch Jungrodler fühlen sich erfahrungsgemäß am sichersten auf einem stabilen Holzmodell aufgehoben. Allerdings haben Plastikschlitten ein deutlich leichteres Gestell und lassen sich einfacher transportieren und den Berg hochziehen.
Rodelteller, WOK-Schlitten und andere Exoten sind sehr beliebt und preisgünstig. Sie bereiten viel Spaß, sind aber praktisch unlenkbar. Auch die Dämpfung kommt zu kurz und kann Gelenke und Wirbelsäule übermäßig belasten. Aus denselben Gründen ordnet der TÜV SÜD auch gewöhnliche Einkaufstüten oder Planen als absolut untauglich im Hinblick auf gesundes und sicheres Rutschen ein. Aufblasbare Schlitten bekommen von Experten des TÜV Rheinland schlechte Noten, da auch sie sich schwer lenken lassen und darüber hinaus gefährliche Geschwindigkeiten entwickeln können.

Wir raten daher zu Modellen mit einer sicheren Richtungsführung, vor allem für Pistenneulinge. Holzschlitten mit Kufen lassen sich im Gegensatz zu Plastikmodellen besser lenken. Außerdem sind sie nachhaltiger und langlebiger.