Pressemitteilung Mai 2003
Wasser-Jo-Jo: das gefährliche neue Spielzeug
Tod durch Vergiftung und Ersticken droht
Bonn – Die Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für
Kinder (BAG) warnt vor dem Kauf und dem Gebrauch des neuen Modespielzeugs „Wasser-Jo-Jo“.
Dabei handelt es sich um einen mit Flüssigkeit gefüllten
Gummiball, der mit einer äußerst elastischen Gummischnur
verbunden ist.
Von diesem bei Kindern sehr beliebten Gummi-Jo-Jo gehen zwei konkrete
Gefahren aus:
Zum einen besteht Strangulationsgefahr durch die hochelastische
Gummischnur, die sich stark ausdehnt und sich beim Zurückschnellen
wie ein Lasso um den Hals des Kindes wickeln kann. Sowohl in Deutschland
als auch im benachbarten Ausland sind schon die ersten schweren
Unfälle mit den Jo-Jo-Bällen aufgetreten. Die Kinder
hatten sich die Gummischnur um den Hals geschlungen und wären
beinahe erstickt.
Zum anderen kann – je nach Produkt – die Gel-Füllung, die bei der Beschädigung des Jo-Jo-Balls freigesetzt wird, giftig sein. Besonders, wenn Kinder den Ball in den Mund nehmen, könnte es zu Vergiftungen oder starken allergischen Reaktionen kommen.
In Bayern ist von den Marktüberwachungsbehörden bereits ein Importverbot ausgesprochen worden. Bei den stofflichen Prüfungen des Materials wurden in verschiedenen Proben Belastungen mit aromatischen Kohlenwasserstoffen nachgewiesen, die gesundheitlich bedenklich sind. Importeure mit Sitz in Bayern dürfen die Gummi-JoJos nicht mehr auf den Markt bringen, außer sie weisen bei den einzelnen Warensendungen durch Untersuchung nach, dass eine Belastung mit aromatischen Kohlenwasserstoffen nicht besteht. Die Untersuchung kann nur durch eine zugelassene Prüfstelle erfolgen. Die bereits auf dem Markt befindliche Ware müssen die Importeure bei den Händlern zurückholen.
