Wassersicherheit - eine Expertise der DLRG
Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V.
Allgemeine Tipps zur Wassersicherheit von Kindern
Sicherheits-Tipps
im häuslichen Umfeld
Sicherheits-Tipps
für offene Gewässer und Bäder
Sicherheits-Tipps
für Hallenbäder
Sicherheits-Tipps
für Erzieher/innen, Lehrer, Übungsleiter und andere
Aufsichtspersonen
Sicherheits-Tipps für offene Gewässer und Bäder (Binnengewässer, See)
Allgemeine Sicherheitshinweise
- Lassen Sie Kinder nicht in unbekannten Gewässern schwimmen
und planschen
- Bevor die Kinder ins Wasser gehen, sollen sie sich abkühlen
- Holen Sie die Kinder aus dem Wasser, wenn sie frieren
- Bei Gewitter ist Baden lebensgefährlich. Verlassen Sie
das Wasser sofort
- Bewachsene und sumpfige Uferzonen sind gefährlich. Pflanzendurchwachsene
Gewässer sind zu meiden.
- Schwimmen und Baden Sie nicht dort, wo Schiffe und Boote fahren.
Schifffahrtswege, Buhnen, Schleusen, Brückenpfeiler und
Wehre sind keine Schwimm- und Badezonen.
- Schwimmen und Baden an der See ist mit besonderen Gefahren
verbunden (Brandung, Wellen)
- Unbekannte Ufer bergen Gefahren
- Achten Sie darauf, dass die Kinder nicht zu weit hinaus treiben,
beachten Sie die ausgewiesenen Badezonen
- Lassen Sie die Kinder nur ins Wasser springen, wenn es tief genug ist und frei
Tipps zum Umgang mit Auftriebsmitteln und Wasserspielzeug
- Auftriebskörper wie aufblasbare Wassertiere, Reifen, Wasserbälle
und ähnliches sind allenfalls Spielzeug und keine sicheren
Hilfsmittel zum Baden und Schwimmen. Im Gegenteil. Sie bergen Gefahren,
da Kinder beim Spiel damit leicht in tiefes Wasser geraten oder
abtreiben können. Besonders Luftmatratzen verleiten häufig
dazu, sich unkontrolliert treiben zu lassen und sind bei starkem,
ablandigem Wind nicht zurück zu paddeln oder bergen für
den Nutzer die Gefahr von Hitzeschäden bzw. Kälteschock
beim Sturz ins Wasser.
- Von einer Nutzung von "Kinderschwimmsitzen" raten wir
dringend ab, da sie nicht nur den natürlichen Bewegungsdrang
des Kindes hemmen, sondern auch für eine kindgerechte Wassergewöhnung,
zum Schwimmen lernen, selbst zum bloßen Spielen methodisch
völlig ungeeignet sind. Ausserdem können sie lebensgefährlich
werden, wenn die Kinder in ihnen z.B. durch Wellenschlag umkippen
und anschließend keine Chance mehr zum selbständigen
Aufrichten besteht.
- Auftriebsmittel an den Armen (Schwimmflügel) oder z.B. in
Form von Gürteln helfen zwar dem Körper an der Wasseroberfläche
zu halten, allerdings sind sie nicht mit sicheren Rettungsmitteln
(Rettungswesten) zu verwechseln, da sie nicht absichern, dass auch
im Zustand von Bewusstlosigkeit immer der Kopf über Wasser
gehalten wird.
- Geben Sie Ihrem Kind Verhaltenshinweise und halten Sie es immer unter Beobachtung
Hinweise zur sicheren Nutzung von Wassersportgeräten
- Bei der Benutzung von Booten sollten Nichtschwimmer
ohnmachtsichere Rettungswesten tragen
- Wassersportgerät sollte immer der Ausbildung und dem Könnensstand
seines Nutzers entsprechen
- Behalten Sie Ihre Kinder bei der Nutzung immer im Blick
- Beachten Sie im übrigen die besonderen Sicherheitstipps für Wassersportler, die Sie bei der DLRG gerne erfragen können
