Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser
Wenn es um Kinderspielplätze geht, ist zwar der Betreiber in der Pflicht, für die Sicherheit zu sorgen, doch der Zustand mancher Spielanlage und manche Schlagzeile in der Zeitung zeigen, dass nicht überall verantwortungsvoll gehandelt wird.
Am 25. April 2002 stürzte in Berlin ein Klettergerüst um. Der einbetonierte Stamm war im unteren Bereich morsch und gab nach, die Konstruktion brach zusammen, 14 Kinder wurden verletzt.
Das Beispiel zeigt, dass der Zahn der Zeit auch an Kinderspielplätzen nicht spurlos vorüber geht. Spielgeräte sind das ganze Jahr über den Einflüssen der Witterung ausgesetzt, verschleißen beim Gebrauch und erleiden auch durch mutwillige Beschädigung so manchen Schaden.
Betreiber von Spielanlagen sind verpflichtet, in bestimmten Intervallen Kontrollen, Wartungen und Inspektionen durch entsprechend qualifiziertes Personal durchführen zu lassen. Dabei besteht noch am ehesten die Chance Mängel zu entdecken, doch die Praxis zeigt, dass die Prüfungen auf manchen Spielplätzen gar nicht stattfinden oder die Kontrollen nicht durch entsprechend fachkundiges Personal durchgeführt werden.
Aber selbst wenn alle Pflichten erfüllt werden, stellt auch die sorgfältigste Prüfung immer nur eine Momentaufnahme dar. Eltern, die mit offenen Augen über die Spielanlage gehen, können so manches Risiko frühzeitig erkennen und den Betreiber darauf aufmerksam machen.
An dieser Stelle soll der Informationsbedarf der Eltern bedient
werden.
Die Angaben wurden diesen Bedürfnissen entsprechend zusammengestellt,
und geben lediglich eine erste Orientierung zum sicherheitstechnischen
Zustand einer Spielanlage.
Keinesfalls reichen die gegebenen Informationen für Betreiber und Prüfer von Spielanlagen, sie haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wer Spielanlagen errichtet, betreibt oder prüft, muss sich eingehend mit den einschlägigen Regelwerken befassen.
