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„Safe Kids“ vermittelt Informationen zum Thema Sicherheit für die Kleinsten

Mehr als die Hälfte der Unfälle, bei denen Kinder unter vier Jahren verunglücken, lassen sich vermeiden. Voraussetzung dafür ist, dass Eltern über mögliche Gefahren gut informiert sind und rechtzeitig entsprechende Vorkehrungen treffen. Gerade junge Eltern benötigen Unterstützung, weil sie die Gefahren, die ein Haushalt für die Kleinsten birgt, oft nicht richtig einschätzen können. Deshalb startet die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder e.V. die Aktion „Safe Kids - Kindersicherheit für die Kleinsten“. Finanziert wird sie von Penaten, einer Marke der Johnson und Johnson GmbH, mit Sitz in Düsseldorf. Anlässlich des 100. Jubiläums seiner Marke hat der Marktführer im Produktbereich Babypflege das Projekt 2004 gestartet, das der Aufklärung und damit der Verhütung von Unfällen dienen soll.

Jedes Jahr erleiden 1,7 Mio. Kinder Verletzungen, die einer ärztlichen Behandlung bedürfen. Die meisten Unfälle passieren im Haushalt, beispielsweise durch einen Sturz oder durch Verbrühungen. Die Zahl der Kinder, die an den Folgen solcher Verletzungen sterben, ist mit 475 höher als die Summe derer, die durch Krebs und Infektionskrankheiten einen Tod erleidet. „Angesichts derart alarmierender Zahlen halten wir die Aufklärung von Eltern für überaus wichtig“, erklärt BAG-Geschäftsführerin Martina Abel. „Vor allem beim ersten Kind sind viele Eltern noch unsicher. Viele sind regelrecht überfordert, weil die neue Rolle und die neue Lebenssituation eine Menge Umstellungen mit sich bringen.“

Persönlicher Austausch dient der Aufklärung

Das Aufklärungs- und Informationsprogramm, das die BAG im Rahmen von „Safe Kids“ startet, soll Mütter und Väter direkt ansprechen. „Wir setzen auf den persönlichen Austausch. Denn wir wissen aus Erfahrung, dass Erwachsene in einem Gespräch mit Experten, denen sie Vertrauen entgegen bringen, am besten lernen“, erläutert die BAG-Geschäftsführerin.

Zu diesem Zweck hat die BAG in Nordrhein-Westfalen das Projekt gestartet, bei dem zwölf Moderatorinnen pro Bundesland ausgebildet wurden. Die Moderatorinnen besuchen Eltern-Kind-Gruppen und informieren deren Teilnehmer über das Thema Kindersicherheit. „In dieser Familienphase sind junge Eltern ausgesprochen aufnahmebereit für neue Informationen“, hat Abel festgestellt. Die Moderatoren klären darüber auf, welche Gefahren im Haushalt für die Kleinen stecken und zeigen, wie sie beseitigt werden.

Außerdem geben sie Tipps für ein sicherheitsbewusstes Verhalten sowie eine kindgerechte und altersadäquate Sicherheitserziehung. Schließlich informieren sie auch über bestimmte Produkte, die dem Unfallschutz von Kindern im Alltag dienen. Die Teilnehmer erhalten auch eine Broschüre zum Thema „Kindersicherheit von A bis Z“, in der sie alle wichtigen Fragen nachlesen können.

Bei den Moderatorinnen handelt es sich um Hebammen, Pädagoginnen sowie Sozialarbeiterinnen, Gruppenleiterinnen u.a. Sie haben eine zweitägige Fortbildung absolviert und werden mit Informationsmaterialien sowie einem „Musterkoffer Kindersicherheit“ ausgestattet, dessen Inhalt als Anschauungsmaterial dient.
Jedes Jahr besuchen die Moderatorinnen ca. 80 Gruppen pro Bundesland.

Bundesweite Informationskampagne geplant

In den kommenden Jahren plant die BAG, die Aktion „Safe Kids – Kindersicherheit für die Kleinsten“ auf das gesamte Bundesgebiet auszudehnen, sucht dazu aber noch weitere Förderer. Für bundesweite Aktivitäten ist außerdem die Ausbildung von weiteren Moderatorinnen notwendig.

Mit ihrem Informationsangebot zum Thema „Safe Kids - Kindersicherheit für die Kleinsten“ wendet sich die BAG an kirchliche Träger ebenso wie an Verbände und Vereine, Mütterzentren, Volkshochschulen, Geburtshäuser, Familienbildungsstätten und Hebammenvereinigungen - kurzum an alle, die Eltern-Kind-Gruppen anbieten.

„Wir würden es begrüßen, wenn die Vermeidung von Unfällen und das Thema Kindersicherheit zukünftig selbstverständlicher Bestandteil des Angebotes für Eltern mit kleinen Kindern wird“, erklärt die BAG-Geschäftsführerin.


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Tel. (0228) 688 34-0, Fax 688 34-88, Eltern-Hotline 688 34-34,
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