Was tun, ...
bei
Kinderunfällen
allgemein?
bei
Bewusstlosigkeit?
bei
Schockzuständen?
Fallen und Stürzen: Was tun bei...
offenen
Wunden?
Prellungen/Blutergüssen,
Verstauchungen, Knochenbrüchen?
Verrenkungen?
Ellenbogenverrenkungen
im Kleinkindalter?
Bauchverletzungen?
Verletzungen im Genitalbereich?
Verletzungen am Kopf?
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Vergiftung durch Haushaltsreiniger?
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durch Verschlucken?
Andere: Was tun bei...
Was tun ...
Prellung/Bluterguss, Verstauchung, Knochenbruch
Prellungen erkennt man an einer sichtbaren Schwellung. Das Kind klagt über Schmerzen im betroffenen Bereich. Oft ist die Prellung begleitet von einem Bluterguss. Er entsteht durch die Verletzung von Blutgefäßen unter der Haut. Sichtbar ist eine rötlich-blau-violette Verfärbung und Schwellung der betroffen Stelle.
Verstauchung erkennt man an einer rasch zunehmenden Schwellung im Bereich eines Gelenks. Das Kind kann das Gelenk nur unter starken Schmerzen bewegen, oft findet sich ein Bluterguss an der Verletzungsstelle. Bei Kindern entstehen nur selten Knochenbrüche durch Verstauchungen, sie sind aber möglich und müssen dann ärztlich behandelt werden.
Einige Knochenbrüche erkennt man sofort, z.B. wenn der gebrochene Knochen durch die Haut drückt. Viel öfter ist der Knochen zwar gebrochen, aber die Bruch-Enden haben sich nicht gegeneinander verschoben; äußerlich lässt sich nichts feststellen. Zudem sind Kinder häufig in der Lage, trotz Knochenbruch Arm oder Bein zu bewegen - manche Kinder laufen sogar mit einem gebrochenen Bein umher. Bei Kleinkindern ist Krabbeln, obwohl das Kind eigentlich schon läuft, ein möglicher Hinweis auf einen Knochenbruch.
Nur ein Arzt kann Prellung, Bluterguss, Verstauchung und Knochenbruch sicher voneinander unterscheiden!
Was tun?
Ruhe
bewahren und das Kind beruhigen.
Vorsichtig beengende Kleidungsstücke
(Schuhe, Strümpfe) oder Ringe und Armbänder von einer verletzten
Hand entfernen. Eine Schwellung kann rasch größer werden
und späteres Ausziehen schmerzhaft oder unmöglich machen.
Bei Verletzungen an Armen und Beinen zuerst das unverletzte Körperteil
und dann vorsichtig das verletzte Glied vom Kleidungsstück befreien.
Die Verletzung genau betrachten: Bestehen verdächtige Beulen,
Schwellungen oder sogar eine offene Wunde? Offene Wunden abdecken (sauberes
Handtuch) oder verbinden.
Bei deutlich sichtbarer Fehlstellung an Arm oder Bein: Rufen Sie den
Notruf an!
Liegt keine deutlich sichtbare Fehlstellung vor: Machen Sie kalte feuchte
Wickel oder kühlen Sie die Stelle mit einem Kühlkissen (in
ein Tuch einwickeln), mit zerstoßenem Eis oder tiefgefrorenen
Erbsen in einer Plastiktüte.
Kälte hilft, den Bluterguss klein zu halten und lindert Schmerzen.
Das Kind sollte die Kühlung als angenehm empfinden.
Vermeiden Sie unnötige Bewegungen des verletzten Körperteils.
Warten Sie, bis der erste Schreck abgeklungen ist und untersuchen Sie
die Verletzung noch einmal.
Hat das Kind starke Schmerzen oder kann es die verletzte Stelle nicht
bewegen, legen Sie einen stützenden Verband an (z.B. Dreieckstuch
bei Verletzung am Arm).
Versuchen Sie nicht, Beine notdürftig zu schienen, Sie fügen
dem Kind nur unnötige Schmerzen zu.
Fahren Sie zum nächsten Kinderarzt/Krankenhaus oder rufen Sie
den
Notruf.
