Politische Grundlagen der Kindersicherheit
Wir haben Ihnen auf dieser Seite wichtige und interessante Berichte und Links zusammenstellt, aus denen deutlich wird, dass noch viel zu tun bleibt, aber die Kinderunfallverhütung in Deutschland, in Europa und weltweit inzwischen durchaus auf der Agenda der verschiedenen Programme steht.
Neue EU-Spielzeugrichtline - verbesserter Gesundheitsschutz für Kinder?
Im Dezember 2008 wurde die neue EU-Spielzeugrichtlinie verabschiedet. Ziel war die Erhöhung der Sicherheit von Spielzeug in Europa sowie eine höhere Verantwortung der Hersteller und Importeure. Stattdessen haben sich die Kontrollen nur geringfügig verschärft, eine Verpflichtung zu einer unabhängigen Drittprüfung gibt es weiterhin nicht. Außerdem führen die neuen Regelungen zur chemischen Sicherheit z.T. zu einer Verschlechterung gegenüber der alten Richtlinie.
Zusammenfassende Bewertung der neuen EU-Spielzeugrichtlinie
Strategie zur Förderung der Kindergesundheit
Das Bundeskabinett hat im Mai 2008 die "Strategie der Bundesregierung zur Förderung der Kindergesundheit" beschlossen. Zentrales Ziel der Strategie ist es, Prävention und Gesundheitsförderung auszubauen und die gesundheitliche Chancengleichheit der Kinder und Jugendlichen zu fördern. Ausgangspunkt der Strategie ist das Ergebnis des Kinder- und Jugendgesundheitssurveys. Darin sind erstmalig umfassende und repräsentative Daten zur Gesundheit, zum Gesundheitsverhalten und zur Gesundheitsversorgung der Kinder und Jugendlichen in Deutschland zusammengestellt worden. Mit der Strategie Kindergesundheit bündelt die Bundesregierung die verschiedenen Initiativen zur Förderung der Kindergesundheit, die weit über das Gesundheitswesen hinaus in alle Bereiche hineinwirken.
Strategie der Bundesregierung zur Förderung der Kindergesundheit (pdf-Format)
Initiative "Für ein kindergerechtes Deutschland"
Seit dem Weltkindergipfel der Vereinten Nationen in New York im Jahr 2002 haben zahlreiche gesellschaftliche Gruppen gemeinsam mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend den Alltag in Deutschland kritisch und konstruktiv auf Kinderfreundlichkeit geprüft. Die Ergebnisse und Forderungen bündelt der Nationale Aktionsplan für ein kindergerechtes Deutschland (NAP). Die Initiative "Für ein kindergerechtes Deutschland" stößt Aktionen für und mit Kindern und Jugendlichen in allen gesellschaftlichen Bereichen an, unterstützt neue Projekte und bietet aktiven Partnern eine Plattform.
Informationen zur Initiative "Für ein kindergerechtes Deutschland"

Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Kinderunfallprävention in Deutschland
Unfälle sind ein dringliches Gesundheitsproblem für Kinder in Deutschland und Europa, wobei ein Großteil durch präventive Maßnahmen verhindert werden kann. Die von der BAG nun publizierten Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Kinderunfallprävention in Deutschland legen die Ziele und Handlungsfelder der Kinderunfallprävention fest. Damit sollen die relevanten Kooperationspartner zu einer gemeinsamen Zielorientierung gelangen und gemeinschaftlich tätig werden.
Informationen und Downloadmöglichkeit
Empfehlung des Rates der Europäischen Union zur Prävention von Verletzungen und zur Förderung der Sicherheit
Verletzungen sind eine der Haupttodesursachen in
Europa. Besonders hoch ist das Risiko von Todesfällen und schweren
Verletzungen im Haushalt, in der Freizeit und beim Sport, im
Straßenverkehr, am Arbeitsplatz und in Verbindung mit
Verbraucherprodukten. Durch wirksame Maßnahmen könnten die enormen
sozialen Kosten von Unfällen und Verletzungen weiter gesenkt werden,
vor allem, indem Risikoumstände und Risikogruppen ins Blickfeld
genommen werden, die bisher nicht im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit
gestanden haben. Die wesentlichen Leitsätze für Maßnahmen zur
Verletzungsprävention in der EU hat der Rat der Europäischen Union am
31. Mai 2007 in einer Empfehlung verabschiedet.
Empfehlung des Rates der Europäischen Union zur Prävention von Verletzungen und zur Förderung der Sicherheit (pdf-Format)*
EU-Aktionsplan Umwelt und Gesundheit
Im Jahr 2004 wurde von der Vierten Ministeriellen Konferenz Umwelt und Gesundheit in Budapest der "Aktionsplan zur Verbesserung der Umwelt und Gesundheit der Kinder der Europäischen Region" (CEHAPE) beschlossen. Nun stellte Deutschland auf der WHO-Zwischenkonferenz vom 13.-15. Juni in Wien seinen Bericht zur Umsetzung des CEHAPE vor. Die Unfallprävention erhält dort als Zielbereich 2 eine hohe Priorität. In dem Bericht heißt es: "Die Sicherheit von Kindern und Jugendlichen liegt in der Verantwortung der gesamten Gesellschaft. Unfallprävention ist daher eine wichtige gesamtgesellschaftliche Aufgabe.
Bericht Deutschlands zur Umsetzung des Aktionsplans (CEHAPE) (pdf-Format, 1,6 MB)*
Infos
und Links
Aktionsplan (pdf-Format,
285 kB)*
Mitteilung der Europäischen Kommission über Maßnahmen für ein sicheres Europa
Gegenstand der Mitteilung vom 23.06.2006 ist die Prävention von Verletzungen und Unfällen durch Maßnahmen des Gesundheitswesens in Europa. Dabei sollen die Mitgliedsstaaten mit einem strategischen Rahmenplan unterstützt werden, Prioritäten zur Verringerung von Verletzungen und Unfällen zu setzen, insbesondere in den Bereichen öffentliches Gesundheitswesen und verbraucherpolitische Strategien mit entsprechenden Folgeinitiativen.
Mitteilung der Europäischen Kommission (pdf-Format, 160 kB)*
Vorschlag für eine Empfehlung des Rates zur Prävention von Verletzungen und zur Förderung der Sicherheit (pdf-Format, 45 kB)*
Deutsches Forum Prävention und Gesundheitsförderung und Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. schließen sich zusammen
Am 21. November 2007 fusionierten das Deutsche Forum Prävention und Gesundheitsförderung (DFPG) und die Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG), bis vor kurzem Bundesvereinigung für Gesundheit e.V. (BfGe). Der Zusammenschluss beider Partner wurde rechtlich durch die Aufnahme derjenigen Mitglieder des Deutschen Forums in die BVPG bewirkt, die bislang noch nicht der Bundesvereinigung angehörten.
Die Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. bündelt die Ressourcen und Kompetenzen von Organisationen, die einen Arbeitsschwerpunkt im Bereich „Prävention und Gesundheitsförderung“ aufweisen. Unter den Mitgliedern befinden sich vor allem Bundesverbände im Gesundheitswesen, aber auch Bundesverbände der Freien Wohlfahrtspflege, der Selbsthilfe, des Verbraucherschutzes sowie Wissenschaftliche Gesellschaften, Bildungseinrichtungen und Akademien. Die BAG ist ebenfalls Mitglied
der BVPG.
Homepage der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V.
Beschluss der Jugendministerkonferenz
In ihrem 7. Tagesordnungspunkt nimmt die Jugendministerkonferenz am 12./13. Mai 2005 in München zum Thema "Kinder und Gesundheit - Gesundheitsförderung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe" Stellung und definiert Handlungsnotwendigkeiten.
Beschluss der Jugendministerkonferenz (pdf-Format, 180 kB)*
Nationaler Aktionsplan für ein kindergerechtes Deutschland 2005 - 2010
Die Bundesregierung möchte die Lebensverhältnisse so gestalten, dass junge Menschen die bestmöglichen Bedingungen beim Aufwachsen erhalten. Der Nationale Aktionsplan, an dem viele Organisationen und auch Kinder selbst mitgearbeitet haben, ist der Leitfaden, an dem sich kinderpolitisches Handeln orientiert.
Nationaler Aktionsplan für ein kindergerechtes Deutschland 2005 - 2010 (pdf-Format, 1,9 MB)*
Zwölfter Kinder- und Jugendbericht
In dieser ausführlichen Publikation berichtet das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend über die Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen in Deutschland, und insbesondere über Bildungsprozesse und -angebote.
Zwölfter Kinder- und Jugendbericht (pdf-Format, 3 MB)*
UN Kinderrechtskonvention
Das Übereinkommen über
die Rechte des Kindes wurde 1989 von der UN-Vollversammlung verabschiedet
und ist in Deutschland seit 1992 in Kraft. Die unterzeichnenden Länder
verpflichten sich darin, Rahmenbedingungen zum Wohl und für
die Entwicklung des Kindes zu schaffen. Darin genannt wird das Recht
des Kindes auf ein Höchstmaß an Gesundheit, was durch
einen Ausbau der Gesundheitsfürsorge, darunter auch der Unfallverhütung,
mit einem besseren Zugang zu Information und Unterstützung
für alle erreicht werden soll.
Text (pdf-Format,
90 kB)*
Anlage (pdf-Format,
190 kB)*
Das Forum „Gesundheitsziele“ bei der Deutschen Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und –gestaltung e.V.
entwickelt
Leitlinien zur Entwicklung und Umsetzung von Gesundheitszielen
in Deutschland. Für Kinder und Jugendliche wird von der AG
7 „Gesund aufwachsen“ eine verstärkte Gesundheitsförderung
in Kindertagesstätten, Schulen, berufsbildenden Schulen
sowie in jungen, sozial benachteiligten Familien angestrebt.
Gesundheitsziele: Bericht
der AG 7: “Gesund aufwachsen” (pdf-Format,
265 kB)*
Bonner Erklärung
In der Bonner Erklärung verständigen sich
seit 1997 die teilnehmenden Institutionen und Einrichtungen und
gleichzeitige Initiatoren der Aktion “Mehr Sicherheit für
Kinder - Safe Kids” auf eine enge Kooperation und die Koordination
von Maßnahmen als Basis einer effektiveren Prävention
von Kinderunfällen in Heim und Freizeit. Sie verabreden
den Aufbau einer “Bundesarbeitsgemeinschaft Kindersicherheit”,
die im Jahr 2003 als Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit
für Kinder e.V. gegründet worden ist.
Bonner
Erklärung zur Kindersicherheit
Potsdamer Erklärung
Die Potsdamer Erklärung zu Kinderumwelt und
Gesundheit fordert bessere Rahmenbedingungen für Kinder. Sie
sollen ohne Belastungen (z. B. schädliche Emissionen, Tabak,
Mobilfunkfelder) und Unfallgefahren (verträgliche Verkehrs-
und Raumplanungen) aufwachsen können. Die Erhaltung der Umwelt
für die Kinder bedeutet einen verantwortungsvollen Umgang
mit den Energieressourcen.
Potsdamer
Erklärung zu Kinderumwelt und Gesundheit
104. Deutscher Ärztetag 2001
Der 104. Deutsche Ärztetag hat 2001 alle Verantwortlichen
aufgefordert, sich für eine Verminderung der Verletzungshäufigkeiten
einzusetzen. Dazu ist die Entwicklung eines umfassenden Unfallpräventionsprogramms
mit Sicherheitsbestimmungen notwendig, das auf interdisziplinäre
Forschung und internationale Erfahrungen aufbauen soll. In enger
Kooperationen mit Einrichtungen zur Unfallprävention soll
der Bedarf an Beratung, Information und Ausbildung gedeckt werden.
Beschlüsse/Entschliessungen
des 104.Deutschen Ärztetages
in Ludwigshafen vom 22.-25.05.2001 (Auszug)
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