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Dr. Stefanie Märzheuser bei der Verleihung des Bscher Medienpreises

Quelle: BAG Mehr Sicherheit für Kinder e.V.

Ausgezeichnet: Gute Kommunikation verhütet Kinderunfälle

Präsidentin der Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder erhält 2. Preis beim Bscher Medienpreis 2008 der Humboldt-Universitäts-Gesellschaft

Berlin/Bonn 29.04.2008 Dr. Stefanie Märzheuser, Präsidentin der Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V. (BAG), hat am vergangenen Freitag in Berlin den mit 5.000 Euro dotierten 2. Platz beim renommierten Bscher Medienpreis 2008 der Humboldt-Universitäts-Gesellschaft entgegen genommen. Der von Dr. Thomas und Astrid Bscher gestiftete Medienpreis wird im zweijährigen Turnus für herausragende Leistungen in der Wissenschaftsvermittlung vergeben. Ausgezeichnet werden Wissenschaftler, die sich in besonderer Weise um die Kommunikation ihrer Arbeiten und Projekte in die Öffentlichkeit bemüht haben. Die Entscheidung für die drei diesjährigen Preisträger trafen u. a. die Jurymitglieder Prof. Dr. Stefan Hecht (Lehrstuhl für Chemie an der Humboldt-Universität zu Berlin), Christoph Keese (Konzerngeschäftsführer Public Affairs der Axel Springer AG, Berlin), Verena Kulenkampff (Fernsehdirektorin des Westdeutschen Rundfunks, Köln) und Dr. Frank Schirrmacher (Mitherausgeber der "Frankfurter Allgemeine", Frankfurt).

Die 44-jährige Kinderchirurgin Märzheuser, die an der Berliner Charité arbeitet, engagiert sich seit vielen Jahren für die Verhütung von Kinderunfällen und bekleidet seit 2002 das Amt der Präsidentin der BAG. Den Bscher Medienpreis erhielt sie für die 2007 gestartete Wanderausstellung „Mit Kindern leben – sicher ist besser!“. Die Ausstellung klärt über Unfallgefahren auf und gibt wichtige Tipps für Mütter, Väter, Großeltern, Babysitter und alle Interessierten. Auf vier farbigen Säulen werden für jede Altersgruppe der Kinder die wichtigsten Unfallgefahren in einfachen Worten erklärt. So lassen sich beispielsweise Sturzunfälle bei Säuglingen gut vermeiden, indem man beim Wickeln immer eine Hand am Kind hält oder auf Lauflernhilfen verzichtet. Und im Vorschulalter können Erstickungsunfälle vermieden werden, wenn das Kind auf dem Spielplatz beim Klettern seinen Fahrradhelm absetzt. Die Ausstellung thematisiert die vier wichtigsten Unfallarten für jüngere Kinder: Stürze, Verbrennungen, Ertrinken, Ersticken. Die Wanderausstellung wird bundesweit in öffentlichen Einrichtungen mit viel Publikumsverkehr gezeigt, wie z.B. in Rathäusern, Volkshochschulen, Familienbildungsstätten, Krankenhäusern und auf Publikumsmessen.

Kinderunfälle: kleine Kinder sind besonders gefährdet

Jährlich verletzen sich rund 209.000 Kinder unter 15 Jahren im häuslichen Bereich (Haus, Hof, Garten) so schwer, dass sie ärztlich versorgt werden müssen. 47 Prozent dieser Unfälle betreffen Kinder unter sechs Jahren (Quelle: BAG Mehr Sicherheit für Kinder e.V.). Jeder zweite dieser rund 98.000 Unfälle ist ein Sturzunfall. Das sind 49.000 Unfälle pro Jahr, bei denen Kinder vom Wickeltisch oder vom Hochstuhl, vom Etagenbett oder von der Gartenbank, aber auch von Gartenschaukeln, Wippen oder von der Treppe fallen. Etwa 7.000 Kinder bis fünf Jahre müssen wegen einer Verbrühungs- oder Verbrennungsverletzung vom Arzt behandelt werden.

Zur Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder e.V.

Die BAG in Bonn ist ein bundesweit tätiger Dachverband und die primär zuständige Lobby zur Verhütung von Kinderunfällen in Deutschland. Mitglieder sind unter anderem Ärzte- und Sportverbände sowie Rettungsorganisationen und technische Dienstleister. Die BAG setzt sich dafür ein, Kinderunfälle zu reduzieren und innovative Präventionsmaßnahmen für Heim und Freizeit zu entwickeln. Sie wird durch das Bundesministerium für Gesundheit, durch Penaten aus dem Hause Johnson&Johnson, durch den Gesamtverband Deutscher Versicherer und weitere Partner gefördert.

Pressekontakt
Karoline Becker
Tel. 0228 207 27 27
Fax 0228 207 27 28
E-Mail: presse@kindersicherheit.de
Internet: www.kindersicherheit.de

 

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