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Erlebnisausstellung: Erwachsene sehen aus Kindersicht
Küchenzeile aus der
Erlebnisausstellung "Kinder im Haus!?"

Bildergalerie

Hintergrundinformation

Die Erlebnisausstellung „Kinder im Haus!?“

Bonn, 6. September 2008. Alle 18 Sekunden verletzt sich in Deutschland ein Kind bei einem Unfall so schwer, dass es ärztlich versorgt werden muss. Die Mehrzahl der Unfälle geschieht in den eigenen vier Wänden, wo sich Eltern und Kinder eigentlich am sichersten fühlen. Diese traurige Statistik motivierte die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder e.V., gemeinsam mit dem Verband der PSD Banken e.V. eine innovative Strategie zu entwickeln, um die Öffentlichkeit für die Unfallverhütung bei Kindern zu sensibilisieren. Das Ergebnis ist eine Ausstellung, die Erwachsene in die Lage versetzt, das eigene Zuhause mit Kinderaugen zu betrachten.

Ausstellungsbesucher betreten eine Wohnung mit überdimensionaler Einrichtung. Die exponierten Möbel sind riesengroß und versetzen Erwachsene in die Perspektive eines etwa 18 Monate alten, unter ein Meter großen Kindes. Der Besucher erkennt sofort, welchen Gefahren kleine Kinder im Haushalt ausgesetzt sind. Die Ausstellung besteht aus anschaulich gestalteten Elementen, die typische unfallträchtige Situationen im Haushalt darstellen:

Die Küchenzeile

In der Küchenzeile ist ein Herd zu sehen, auf dem eine Pfanne steht. Der Pfannenstiel reicht über den Herdrand hinaus. Es ist nicht zu erkennen, was in der Pfanne gebraten wird. Der Betrachter ist verlockt, nach dem Pfannenstiel zu greifen und zu ziehen – eine typische Situation, in der viele Kinder folgenschwere Verbrennungen und Verbrühungen erleiden.

In einem Küchenschrank neben dem Herd lagern verschiedene Putzmittel. Die Flüssigreiniger sind unverschlossen und mit reizvollen farbigen Etiketten versehen. Kinder können die Flaschen problemlos öffnen. Oft befinden sich in den Flaschen farbige Flüssigkeiten, die leicht mit einem Saft verwechselt werden können. Ihr Entdeckungstrieb kann Kinder dazu verleiten, an den Flaschen zu riechen oder zu trinken.

Die Regalwand

An der Wand steht ein Regal, auf dem sich weit oben eine Dose mit Süßigkeiten befindet. Um an die Süßigkeiten heranzukommen, muss man das Regal erklimmen. Sobald man jedoch den Versuch unternimmt, kippt das Regal leicht nach vorne. Ohne Halterung wäre es umgekippt, das Kind wäre gestürzt oder von dem Regal getroffen und verletzt worden.

Die Fensterfront

An einer weiteren Hauswand befindet sich ein bodentiefes, ungesichertes Fenster. Sobald das Fenster geöffnet wird, ertönen Stimmen und Geräusche. Um zu sehen, woher die Laute kommen, müsste man auf einen Stuhl steigen oder das Balkongitter erklimmen. Fenster- und Balkonstürze sind eine häufige Ursache tödlicher Unfälle im Kindesalter.

Der Esstisch mit Stühlen

In der Mitte der Wohnung steht ein Esstisch, der so hoch ist, dass man ihn nicht komplett überblicken kann. Der Tisch ist mit einer Tischdecke bedeckt. Darauf stehen eine Teekanne, eine Kerze und ein Glas. Kinder reizt es, an Tischdecken zu ziehen, um an die interessanten Gegenstände besser heranzukommen. Dies führt häufig zu Verbrühungsunfällen und Kopfverletzungen.


Die BAG Mehr Sicherheit für Kinder e.V.  in Bonn ist ein bundesweit tätiger Dachverband und die primär zuständige Lobby zur Verhütung von Kinderunfällen in Deutschland. Mitglieder sind unter anderem Ärzte- und Sportverbände sowie Rettungsorganisationen und technische Dienstleister.

Pressekontakt
Karoline Becker
Tel. 0228 207 27 27
Fax 0228 207 27 28
E-Mail: presse@kindersicherheit.de
Internet: www.kindersicherheit.de

Die PSD Bankengruppe besteht heute aus 15 selbstständig agierenden Mitgliedsinstituten, einer zentralen Servicegesellschaft sowie dem Verband der PSD Banken e.V. mit Sitz in Bonn.
Für alle Fragen rund um das soziale Engagement der PSD Bankengruppe steht Ihnen als Ansprechpartner zur Verfügung:

Pressekontakt
Verband der PSD Banken e.V.
Olaf Willems
Tel. 0228 / 95904-92
E-Mail: olaf.willems@vpsd.de
Internet: www.psd-bank.de

 

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