Zum Inhalt springen |

Logo der BAG Mehr Sicherheit für Kinder e. V.
Inhalt drucken
InitiativenKindersicherheitstagAusstellungenKiTa und SchuleQualifizierungsmaßnahmenWettbewerbe
Die Riesenküche lässt Erwachsene die Welt mit Kinderaugen sehen
Aktionen > Riesenküche > Fachinformationen

Fachinformationen zur Ausstellung "Riesenküche"

Die Wanderausstellung „Riesenküche“ wurde von der Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V. (BAG), einem Kooperationsbündnis, das sich für die Verhütung von Kinderunfällen in Deutschland einsetzt, entwickelt. Das Unternehmen Johnson & Johnson, bekannt z. B. durch die Marke Penaten, hat diese Küche gefördert. Planung, Bau und Durchführung der Wanderausstellung wurden mit Unterstützung des Unternehmens Johnson & Johnson erst ermöglicht. Weiterhin geht unser Dank an Herrn Dr. Johann Böhmann vom Verein „Gesundheit im Kindesalter“ (Kinderklinik Delmenhorst) für die Idee und die Bereitstellung der Baupläne der „Riesenküche“.

Ziel der Ausstellung ist es, Erwachsene für Unfallgefahren zu sensibilisieren sowie über Möglichkeiten zu informieren, wie Kinder vor Gefahren geschützt werden können.

Die Riesenküche tourte in den Jahren 2002 bis 2007 durch Deutschland und wurde mit dem Kindersicherheitstag 2007 als Dauerausstellung an das Floriansdorf Aachen übergeben.

Die Riesenküche zeigt die Küchenwelt aus Kindersicht. Sie lässt Erwachsene zu Zwergen schrumpfen und ermöglicht den Besucherinnen und Besuchern, die Welt mit Kinderaugen zu betrachten und so typische Unfallsituationen selbst wie ein Kind zu erleben. Damit will die BAG insbesondere für Erwachsene erfahrbar machen, wie riesig, wie interessant und verlockend, aber vor allem auch, wie gefährlich die Küche für Kinder sein kann.

Unfallgefahren können sein:

  • Herdplatten: Kinder ziehen sich am Herd hoch oder ertasten, was wohl auf dem Herd stehen mag. Verbrennungsgefahr, wenn Kinder auf die Herdplatte fassen!
  • Topf auf der vorderen Herdplatte: Kinder wollen hineinsehen und reißen den Topf samt heißem Inhalt hinunter - mit schweren Verbrühungen als Folge.
  • Überstehende Pfannenstiele: Kinder greifen danach oder wollen sich daran hochziehen, reißen Pfannen vom Herd und können sich verbrennen bzw. verbrühen.
  • Backofenfenster: Kinder verbrennen sich, weil sie den verlockenden Inhalt des Backofens anschauen oder erforschen wollen.
  • Reinigungsmittel und Haushaltschemikalien leicht zugänglich in den Schränken: Kinder trinken Reinigungsmittel - Vergiftungen drohen - oder experimentieren damit - Verätzungsgefahr!
  • Verletzungsrisiko an Schubladen: Quetschungen beim Versuch, hinein zu fassen; Schnittverletzungen durch in Schubladen aufbewahrte Messer und andere spitze oder scharfe Gegenstände!
  • drohende Stürze aus der Höhe, z. B. durch das Hinaufklettern auf Stühle, damit man sehen kann, was auf dem Herd oder der Arbeitsplatte steht.

Für die Besucherinnen und Besucher sind diese Gefahren in der Riesenküche aus Kindersicht erlebbar. Die veränderte - und erstaunlich fremde - Perspektive eröffnet Erwachsenen eine Neu-Einschätzung von Unfallrisiken, denen Kinder in der Küche ausgesetzt sind. So wird ein sensiblerer Umgang mit gefährlichen Situationen möglich.

Durch Schutzmaßnahmen können viele Gefährdungen reduziert oder ganz verhindert werden:

  • Anbringen von Herdschutzgitter und Backofenfenster-Schutz am Herd. Diese Sicherheitsartikel sind in Kinderfachgeschäften, Baumärkten oder im Möbelhandel erhältlich.
  • Töpfe auf die hinteren Herdplatten stellen, Pfannenstiele nach hinten drehen!
  • Schubladen und Schranktüren durch Sicherheitsriegel sichern, wenn sich darin gefährliche Gegenstände befinden.
  • Reinigungs-, Putz- und Lösungsmittel in einem abschließbaren Schrank aufbewahren!
  • Scharfe Messer nicht herumliegen lassen, stets die Spülmaschinentür schließen und die Schneidemaschine sichern.
  • Wasserkocher, Kaffeemaschine, Friteuse außer Reichweite von Kinder aufstellen, Kabel nicht herunterhängen lassen!

Das größte Präventionspotenzial liegt in der Fähigkeit von Eltern und Betreuern – und letztlich auch der Kinder selber –, Gefahren zu erkennen und zu beseitigen! Das Wissen um Gefahrenquellen und Sicherheitsvorkehrungen, Aufmerksamkeit sowie ruhiges und umsichtiges Verhalten sind hierfür die besten Voraussetzungen.

Einige Verhaltensregeln, die im Zusammenhang mit der Ausstellung „Riesenküche“ an Eltern und Betreuungspersonen vermittelt werden sollen:

  • Kinder in der Küche nicht aus den Augen lassen! Einen gesicherten Platz zum Spielen schaffen.
  • Erklären, was und warum etwas gefährlich ist!
  • Kinder altersgemäß an Alltagstätigkeiten beteiligen: Dinge wie Schneiden oder der Umgang mit gefährlichen Gegenständen und Geräten sollten gemeinsam und in Ruhe geübt werden. Kinder sollten allmählich an so spannende, lehrreiche, anspruchsvolle und eben auch gefährliche Aufgaben wie Essen zubereiten, Kochen, Backen heran geführt werden.

Kontakt:

Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e. V.
Frau Breuer
Heilsbachstr. 13
53123 Bonn
Tel. 0228/688 34-0, Fax 0228/688 34-88
E-Mail: info@kindersicherheit.de,
www.kindersicherheit.de


SeitenanfangBundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e. V., Heilsbachstr. 13, 53123 Bonn, info@kindersicherheit.de