Initiative "Für ein kindergerechtes Deutschland"
Seit dem Weltkindergipfel der Vereinten Nationen in New York im Jahr 2002 haben zahlreiche gesellschaftliche Gruppen gemeinsam mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend den Alltag in Deutschland kritisch und konstruktiv auf Kinderfreundlichkeit geprüft. Die Ergebnisse und Forderungen bündelt der Nationale Aktionsplan für ein kindergerechtes Deutschland (NAP). Die Initiative "Für ein kindergerechtes Deutschland" stößt Aktionen für und mit Kindern und Jugendlichen in allen gesellschaftlichen Bereichen an, unterstützt neue Projekte und bietet aktiven Partnern eine Plattform.
Nationaler Aktionsplan für ein kindergerechtes Deutschland
Im Jahr 2002 fand der letzte Weltkindergipfel der Vereinten Nationen statt - zum ersten Mal nahmen Kinder und Jugendliche teil. Ergebnis des Gipfels war ein wegweisendes Abschlussdokument auf Basis der UN-Konvention über die Rechte des Kindes von 1989.
In Deutschland übersetzten Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Praxis, Nichtregierungsorganisationen, der Kinderkommission des Deutschen Bundestages, aus Bund, Ländern und Gemeinden die Forderungen des UN-Dokuments in einen Nationalen Aktionsplan. Auch Kinder und Jugendliche waren an der Entwicklung beteiligt und formulierten im Anschluss einen Kinder- und Jugendreport zum Nationalen Aktionsplan.
Der Nationale Aktionsplan für ein kindergerechtes Deutschland enthält eine Vielzahl an Maßnahmen, gebündelt in sechs zentralen Schwerpunkten:
- Chancengerechtigkeit durch Bildung
- Aufwachsen ohne Gewalt
- F örderung eines gesunden Lebens und gesunder Umweltbedingungen
- Beteiligung von Kindern und Jugendlichen
- Entwicklung eines angemessenen Lebensstandards für alle Kinder
- Internationale Verpflichtungen
Umsetzung
Zur Umsetzung der Maßnahmen aus dem Nationalen Aktionsplan startete 2008 die Initiative "Für ein kindergerechtes Deutschland". Sie verbindet deutschlandweite Aufmerksamkeit mit regionalen Aktionen, landesweite Kooperationen mit lokalen Netzwerken, Fachexpertise mit Praxisrelevanz. Die Initiative wird von einer intensiven Medienarbeit begleitet. Ein Fachforum, spezielle Themenveranstaltungen und eine Infotour stellen sie einer breiten Öffentlichkeit vor und aktivieren wichtige Multiplikatorinnen und Multiplikatoren.
Die Initiative "Für ein kindergerechtes Deutschland" wird durch eine Lenkungsgruppe und sechs thematische Arbeitkreise - entsprechend der sechs zentralen Schwerpunkte des Nationalen Aktionsplanes - begleitet. Zahlreiche Institutionen und Verbände unterstützen sie.
Auf den Internetseiten zur Initiative werden u.a. "gute Beispiele für Kindergerechtigkeit in Deutschland" vorgestellt, sortiert nach Bundesländern. Ein Kontaktformular bietet die Möglichkeit, auf ein Projekt, eine Institution oder eine Idee als "gutes Beispiel" aufmerksam zu machen.
Aktive Partner können im Servicebüro der Initiative Unterstützung für ihr Projekt in Form von Arbeitsmaterialien, Informationen, individuellen Beratungen oder Vermittlung von Kontaktdaten erhalten.
weitere Informationen:
www.kindergerechtes-deutschland.de
