Beispiele für sicherere Hängematten
Minihängematten - Strangulationsgefahr für Kinder
Bereits seit 1995 in den USA definitiv bekannt und dort aus dem Handel
Die Hängematte wurde von den Spaniern bei der Eroberung Südamerkas bei den Caribic - Indianern als erstes entdeckt. Noch heute schlafen Millionen von Menschen in Mittel- und Südamerika in der Hängematte - in vielen Variationen, sogar als Doppelhängematte gibt es sie.
Die sog. Minihängematte ist ein besonderes Stück, macht sie doch vor allem bei Reisen durch heiße und tropische Länder viel Sinn: nicht etwa zu Schlafen, sondern zur Aufbewahrung von Früchten ( z.B. Papayas, Mangos, Bananen, Guaven oder Passionsfrüchten) - alles köstliches Obst, das leicht verderblich ist und gegen Druckstellen empfindlich ist. Einlagern im Schapp oder in Kästen übersteht es meist nicht lange.
Hängt man ein oder zwei solcher Minihängematten in den Salon oder über die Pantry, so erhält man das Obst, nichts kullert im Schiff herum und es kommt auch ein wenig der optische Hauch von "Seefahrerromatik" selbst in modernen Fahrtenyachten auf. Mit den Außenleinen stellt man den "Bauch" der Matte tiefer oder flacher ein - selbst bei Charterreisen sind die klein verstaubaren Matten ein leicht mitzunehmender Gepäckbestandteil, der hohen Nutzen bringt, wenig kostet und äußerst platzsparend ist.
Seit einigen Jahren wird für Minihängematten in Europa bei Fahrradfahrern, Campern, Trampern und Rucksackwanderern geworben: "die praktische Minihängematte, die überall Platz findet", die in einem kleinen Packsack verschwindet und wenig Gewicht (250g) hat.
Zugleich ist ihr Preis im Vergleich zu herkömmlichen Hängematten sehr gering (8-17 €). Diese Form der Hängematten stellt aber für Kinder eine potentielle Strangualtionsquelle dar. Daher sind drei Millionen Minihängematten nach 17 tödlichen Strangulationsunfällen in den USA bereits 1995 durch eine offizielle Rückrufaktion aus dem Handel genommen worden. (Bar code 152003 NYLON 260 CM / 8716963017994).
In Europa wurde von der Europäischen Kommission für Produktwarnungen (http://europa.eu.int/ und www.icsms.de) bereits Mitte Juli des vergangenen Jahres (2004) ebenfalls vor diesen Minihängematten offiziell gewarnt, eine Rückrufaktion der jetzt im europäischen Handel befindlichen Minihängematte fand aber leider nicht statt und damit auch keine definitive Information des Endverbrauchers, der eine solche Minihängematte erworben hat.
Infolgedessen, dass die Minihängematte nicht aus einem schweren Markisenstoff oder schwerem netzartigen Gewebe, sondern nur aus einem sehr leichten netzartigen Polyamidgeflecht besteht und ein Holzbalken zur Begrenzung der Liegefläche fehlt, wird sie in unbelastetem Zustand zu einer Kordel oder einem Strick. Sie kann sich einem Kind, das beim Ein- oder Aussteigen abrutscht, um den Hals wickeln und es so strangulieren Auch aufgehängt zwischen zwei Bäumen oder anderen Haltegegenständen stellt sie eine potentielle Strangulationsquelle dar. Kinder sollten daher mit einer solchen Hängematte niemals ohne Aufsicht umgehen.
Sicherer als alle Minihängematten sind solche Hängematten, die aus einem schweren Netzgeflecht oder aus markisenähnlichem dickeren Stoffgewebe bestehen und die einen seitlichen Holzbalken zur Begrenzung der Liegefläche aufweisen.
Münster, den 24.1.2005 Hildegard Jorch
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