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Häufig gestellte Fragen zum Thema Kindersicherheit in Heim und Freizeit

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Wie lange dauert es, bis heiße Flüssigkeiten schwere Verbrühungen verursachen?

Kinderhaut ist dünner und sensibler als die Haut von Erwachsenen. Der Kontakt mit 60 Grad heißem Wasser führt bereits innerhalb von drei Sekunden zu einer Verbrühung zweiten Grades. Eine Tasse Tee, die bereits fünf bis zehn Minuten abgekühlt hat, weist noch immer diese Temperatur auf. Der Inhalt einer Tasse kann bis zu 30 % der Körperoberfläche eines Säuglings oder Kleinkindes verbrühen.

Mehr als 2/3 der Verbrühungsunfälle betreffen Kleinkinder, die ihre Umgebung erforschen wollen. Die überwiegende Anzahl dieser Unfälle geschieht in der Küche, z.B. mit elektrischen Wasserkochern oder Friteusen, sowie am Essplatz. Gefährlich sind aber auch Heißwasserhähne ohne Temperaturgrenze im Badezimmer, insbesondere an der Badewanne.

Daher gilt:

Keine Tischdecke zum Essen in Haushalten mit Kleinkindern benutzen. Wenn Kinder daran ziehen, können sie leicht mir heißen Flüssigkeiten, z.B. Tee oder Kaffee übergossen werden.
Nichts Heißes in Reichweite auf den Tisch stellen, wenn Kinder auf dem Schoß sitzen.
Darauf achten, dass Pfannen und Töpfe nicht vom Herd heruntergezogen werden können. Herdschutzgitter verwenden oder auf den hinteren Platten kochen.
Kabel, an denen z.B. Wasserkocher oder Bügeleisen heruntergezogen werden könnten, aus Kinderreichweite entfernen.
Warmwasserthermostat auf höchstens 40 Grad begrenzen.
Bei der Vorbereitung eines Bades immer zunächst das kalte und danach das warme Wasser einlaufen lassen.
Kam es zu einer größeren Verbrühung, muss das Kind zügig ausgezogen und über einen Zeitraum von etwa 15 Minuten (nicht länger) mit kühlem Wasser (ca. 15 Grad; nicht kälter) geduscht werden. Je nach Schweregrad einen Arzt aufsuchen oder den Notruf 112 tätigen.

Weitere Informationen für Eltern:
www.paulinchen.de.

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