Inhalt
- Gibt es Kinder, die mehr gefährdet sind als andere – sogenannte “Unfallkinder”?
- Woher weiß ich, was ich einem Kind in welchem Alter zutrauen kann?
- Was verlangt die elterliche Aufsichtspflicht?
- Ab welchem Alter kann man Kinder alleine zu Hause lassen?
- Geschwisterkinder: Kann man dem älteren Kind die Betreuung der kleineren Geschwister übertragen?
- Betreung mehrerer Kinder: Welche Probleme ergeben sich?
- Wie erkennt man sichere Spielsachen?
- Rollende Spielgeräte: Was ist in welchem Alter zu empfehlen?
- Welche Sicherheitsartikel für zu Hause sind wichtig?
- Gesunde Schlafumgebung: Wie sollten Babys schlafen?
- Ab welchem Alter sind Hochbetten zu empfehlen?
- Welchen Gitterabstand sollten Kinderbetten aufweisen?
- Lauflernhilfen, Gehfrei oder Babywalker: Sinnvolle Förderung oder Gefahr für Kinder?
- Wie lange dauert es, bis heiße Flüssigkeiten schwere Verbrühungen verursachen?
- Was sollte ich tun, wenn mein Kind Haushaltschemikalien verschluckt hat?
- Was sollte ich tun, wenn mein Kind Medikamente, Zigaretten oder andere gefährliche Substanzen verschluckt hat?
- Wie können wir unseren Gartenteich sicher machen?
- Wie passe ich den Fahrradhelm für mein Kind korrekt an?
- Wann sollte ein Kinderhelm durch einen neuen ersetzt werden?
- Wir reisen ins Ausland: worauf müssen wir achten?
- Ferien auf dem Bauernhof: Worauf müssen wir achten?
Häufig gestellte Fragen zum Thema Kindersicherheit in Heim und Freizeit
Wie lange dauert es, bis heiße Flüssigkeiten schwere Verbrühungen verursachen?
Kinderhaut ist dünner und sensibler als die Haut von Erwachsenen. Der Kontakt mit 60 Grad heißem Wasser führt bereits innerhalb von drei Sekunden zu einer Verbrühung zweiten Grades. Eine Tasse Tee, die bereits fünf bis zehn Minuten abgekühlt hat, weist noch immer diese Temperatur auf. Der Inhalt einer Tasse kann bis zu 30 % der Körperoberfläche eines Säuglings oder Kleinkindes verbrühen.
Mehr als 2/3 der Verbrühungsunfälle betreffen Kleinkinder, die ihre Umgebung erforschen wollen. Die überwiegende Anzahl dieser Unfälle geschieht in der Küche, z.B. mit elektrischen Wasserkochern oder Friteusen, sowie am Essplatz. Gefährlich sind aber auch Heißwasserhähne ohne Temperaturbegrenzer im Badezimmer, insbesondere an der Badewanne.
Daher gilt:
Keine
Tischdecke zum Essen in Haushalten mit Kleinkindern benutzen.
Nichts
Heißes in Reichweite auf den Tisch stellen, wenn
Kinder auf dem Schoß sitzen.
Darauf
achten, dass Pfannen und Töpfe nicht vom Herd heruntergezogen
werden können. Herdschutzgitter verwenden oder auf den hinteren
Platten kochen.
Kabel,
an denen z.B. Wasserkocher oder Bügeleisen heruntergezogen
werden könnten, aus Kinderreichweite entfernen.
Warmwasserthermostat
auf höchstens 46 Grad begrenzen.
Bei
der Vorbereitung eines Bades immer zunächst das kalte
und danach das warme Wasser einlaufen lassen.
Kam
es zu einer größeren Verbrühung, muss das
Kind zügig ausgezogen und über einen Zeitraum von etwa
20 Minuten mit kühlem Wasser (ca. 20 Grad) geduscht werden.
Je nach Schweregrad einen Arzt aufsuchen oder den
Notruf 112 tätigen.
Weitere Informationen für Eltern:
Aktion Paulinchen: So schützen Sie Ihr Kind vor Verbrennungen.
Hrsg.: Initiative für brandverletzte Kinder Paulinchen e.V.,
Lessingstr. 6, 40878 Ratingen; Broschüre und weitere Informationen
unter
www.paulinchen.de.
