Ertrinken: Badewanne, Gartenteich und Regentonne
Wassersicherheit
für Kinder: eine Expertise der DLRG
Informationen zu Auftriebsmitteln
Worauf
achten beim Kauf von Kinderschwimmhilfen? (pdf-Format)
Kleine
Kinder verlieren in der gefüllten Wanne, in der der Körper
ja kaum etwas wiegt, schnell den Halt, ohne sich auf dem glitschigen
Boden wieder aufrichten zu können. Aber auch größere
Kinder sind gefährdet, weil sie in der Wanne gerne toben -
was schlimmstenfalls dazu führt, dass der Kopf aufschlägt
und das benommene Kind untertaucht.
Säuglinge und Kleinkinder nur in speziellen Babywannen baden und dort niemals
alleine lassen. Auch beim Badefest größerer Kinder zumindest in Hörweite
bleiben und allzu wilder Plantscherei einen Verbotsriegel vorschieben. Den Boden
der Wanne mit einer Noppeneinlage versehen.
Spielen im und am offenen Wasser ist für alle Kinder zu jeder Jahreszeit
verlockend. Jedoch birgt das Wasser immer auch die Gefahr des Ertrinkens. Das
gilt auch für den flachen Gartenteich und die Regentonne im Garten! Regentonnen
im Garten sollten mit einem abschließbaren Deckel gesichert werden, Gartenteiche
mit einem Zaun, der mindestens 1 m hoch und nicht erkletterbar sein sollte. Ertrinken
ist keine Frage der Wassertiefe. Kleine Kinder können in wenigen Zentimeter
flachem Wasser ertrinken, wenn sie plötzlich mit dem Gesicht hinein fallen.
Immer wieder fragen Eltern oder Gartenbesitzer, wie weit rein rechtlich
der Eigentümer
eines Gewässers für dessen Sicherung zuständig ist. Die Frage
nach der Haftung des Grundstückseigentümers bei Ertrinkungsunfällen
kann nur im Einzelfall beantwortet werden. Hierbei ist nach einem Urteil des
Bundesgerichtshofes zwischen der Aufsichtspflicht der Eltern und der Verkehrssicherungspflicht
des Grundstückbesitzers abzuwägen. Außerdem sind die jeweiligen örtlichen
Gegebenheiten und der Unfallhergang einzubeziehen.
Kinder sollten möglichst früh schwimmen lernen. Kinder, die noch nicht
schwimmen können, bedürfen im und am Wasser einer ständigen Aufsicht
(auch wenn sie Schwimmflügel oder ähnliches tragen). Schwimmtiere,
-reifen und -ringe sind keine geeigneten Schwimmhilfen!
Wenn´s
in die Badeanstalt oder an die See geht, die Baderegeln des DLRG
beachten
(
Baderegeln).
