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Bilder aus dem Bayouma-Haus

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Aktionen > Wettbewerb > Wettbewerb 2003 > Gewinner: Bayouma-Haus

Bayouma-Haus
Interkulturelle Begegnungsstätte im Berliner Stadtteil Friedrichshain-Kreuzberg

Selbstdarstellung Bayouma-Haus (pdf-Format, 300 kB)*

Bilder aus dem Bayouma-Haus Bilder aus dem Bayouma-Haus Bilder aus dem Bayouma-Haus

Projektdarstellung

Im Berliner Stadtteil Friedrichshain-Kreuzberg besteht seit August 1995 die Interkulturelle Begegnungsstätte BAYOUMA-HAUS der AWO Friedrichshain e.V. Sie ist das Ergebnis mühevoller Arbeit unterschiedlicher Akteure, die sich nach der Wende für die Menschenrechte der in der DDR lebenden Migranten und Migrantinnen aus ehemaligen Anwerbeländern wie Vietnam, Kuba, Mosambik, Angola sowie für die damals dort lebenden politischen Flüchtlinge eingesetzt haben.

Das Bayouma-Haus hat sich im Laufe der Jahre zu einem interkulturellen Zentrum entwickelt, in dem mehrere Projekte integriert sind, die sich nicht nur in ihren Aktivitäten, sondern auch in ihren Zielgruppen unterscheiden. Sie bieten durch ihre Zusammenarbeit unter einem Dach ein Angebot, das sich an verschiedenen Bedürfnissen und Erwartungen orientiert. Besucher des Hauses sind neben den o.g. MigrantInnengruppen weiterhin Asylbewerber überwiegend aus Afrika und dem islamischen Sprachraum sowie Zuwanderer aus der EU und Lateinamerika.

Das Gesundheitsprojekt ist eines der Projekte, das unter dem Dach des Bayouma-Hauses der AWO Friedrichshain e.V. tätig ist. Es handelt sich um eine Anlauf-, Informations-, Beratungs- und Vermittlungsstelle für erkrankte und/oder gesundheitlich gefährdete Migrantinnen und Migranten im Stadtbezirk Friedrichshain. Im Mittelpunkt der Arbeit steht eine zielgerichtete Präventionsarbeit zu bestimmten Themen. Dieses wird u.a. über Beratung (mit Einbeziehung sozialrechtlicher Aspekte), Multiplikatorenveranstaltungen, Ausstellungen, Fachvorträgen, Netzwerkarbeit und in der Erstellung von Aufklärungsmaterialien in verschiedenen Sprachen umgesetzt. Eine von vielen Aktionen, um die Gesundheit von weiten Teilen der Bevölkerung zu fördern, unabhängig ihrer Herkunft, ist unser internationaler Impfkalender bzw. die Broschüre „Berliner Arztpraxen mit Fremdsprachenkompetenz“.

Das Thema Kindergesundheit ist überhaupt ein Schwerpunkt des Gesundheitsprojektes. Über verschiedene Wege wie z.B. das Krankenhaus Friedrichshain und durch Kinderarztpraxen, ist uns die hohe Unfallquote bei Migrantenkindern im frühen Kindesalter signalisiert worden. Als interkulturelle Begegnungsstätte mitten in einem Berliner Bezirk mit einem hohen Anteil an MigrantInnen, legen wir besonderem Augenmerk auf die Erreichbarkeit von Präventionsbotschaften bei Migrantenfamilien. Denn gerade die, die solche Informationen benötigen, sind aufgrund zahlreicher Faktoren am schwersten erreichbar. So fehlt den Eltern dieser Kinder häufig der Zugang zu Informationen zur Unfallverhütung, teilweise weil diese nicht in ihrer Muttersprache erhältlich sind, teilweise aber auch bedingt durch die schlechte Wohn- und Lebenssituation (Asylbewerberheime, kleine Wohnungen, Bezug von Sozialleistungen unterschiedlicher Art). Hier bleibt, bedingt durch den täglichen Überlebenskampf und eine große Anzahl Sorgen, wenig Raum für Vorsorgemaßnahmen.

Einer der möglichen Zugangswege sind muttersprachliche Materialien. So haben wir die Aktion: Eltern verhindern Unfälle ihrer Kinder, vom Deutschen Grünen Kreuz initiiert, als Grundlage genommen und in die Sprachen Türkisch, Vietnamesisch, Russisch, Serbokroatisch und Englisch übersetzt.

Wir haben in unserem Stadtteil bei vielen Akteuren die Merkblätter verteilt. Die im fusionierten Bezirk angesiedelten Kinderarztpraxen, die Kinderabteilung des Krankenhauses Friedrichshain, die Plan- und Leitstelle des Gesundheitsamtes sowie Migrantenorganisationen sind informiert bzw. beliefert worden. Unsere mehrsprachigen Aufklärungsmaterialien, übersetzten Merkblätter, Info- Briefe usw. werden auch weiterhin von unterschiedlichen Stellen wie Gesundheitsämtern sowie Asylbewerberheimen angefragt. Über unsere Gesundheits- und Sozialberatung werden sie bei den betroffenen Familien verteilt. Dieses System hat sich auch durch Mundpropaganda unter den nicht Deutsch Sprechenden bewährt. Weitere Aktionen sind Ausstellungen dazu sowie Gesprächsrunden mit Fachleuten.

* Zum Lesen der pdf-Dateien benötigen Sie den Acrobat Reader, den Sie hier kostenlos downloaden können.


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