Zum Inhalt springen |

Logo der BAG Mehr Sicherheit für Kinder e. V.
Inhalt drucken
PressemitteilungenFernsehenBildergaleriePressearchivPressekontaktPresseverteiler
Presse > Pressemitteilungen > 1/2005

BAG "Mehr Sicherheit für Kinder" gibt Tipps für ein sicheres Rodelvergnügen

Rodeln ist für Kinder kein ungefährlicher Spaß - Unfallrisiken vermeiden

Bonn, Januar 2005. Landläufig gilt Rodeln als ein eher harmloser Winterspaß. „Eine falsche Einschätzung,“ so Martina Abel, Geschäftsführerin der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder e.V., „zwar belegen Rodelunfälle in der Unfallstatistik bei den Wintersportarten nur Platz drei hinter Schifahren und Snowboarden, aber die Verletzungen sind besonders dramatisch. Vor allem, wenn Kinder beim Rodeln mit festen Hindernissen und Autos zusammenstoßen, kommt es zu sehr schweren Verletzungen im Bereich von Kopf und Brustkorb.“

Besonders gefährdet sind Kinder im Vorschulalter und Jugendliche. Rodelschlitten, Rutschteller oder Plastikbob sind für Jüngere nur schwer zu lenken; hinzukommt, dass die Rodler sehr hohe Geschwindigkeiten erreichen können. Kinder verlieren schnell die Kontrolle über ihren Rodelschlitten. Die Folge sind Stürze beim Versuch zu bremsen oder zu steuern sowie Zusammenstöße mit anderen Rodlern oder mit festen Hindernissen.

Gemeinsam mit ihrer österreichischen Partnerorganisation GROSSE SCHÜTZEN KLEINE, dem österreichischen Komitee für Unfallverhütung im Kindesalter, hat die BAG die wichtigsten Tipps zusammengestellt, wie sich Unfälle beim Rodeln vermeiden lassen:

  • Kaufen Sie nur Rodel mit dem TÜV-Siegel oder dem GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit. Achten Sie auch darauf, dass sich der Rodel gut lenken lässt.
  • Ein Fahrrad- oder Schihelm schützt bei Stürzen.
  • Bei der Wahl der Piste sollten Sie darauf achten, dass die Wiese nicht zu steil ist und breit genug, um gegebenenfalls ausweichen zu können. Speziell kleinere Kinder sollen nur im sicheren Gelände rodeln, d. h. es darf nicht zu steil sein und muss eine ausreichende Weite und einen großzügigen Auslauf haben.
  • Niemals auf Straßen und Wegen rodeln, die Straßen kreuzen. Bei der Kollision mit einem Auto ist das Risiko einer tödlichen Verletzung sehr groß.
  • Achten Sie darauf, dass keine festen Hindernisse im Rodelgelände oder im Auslauf vorhanden sind.
  • Lassen Sie kleinere Kinder nur dann alleine rodeln, wenn diese sicher lenken und bremsen können. Kleinere Kinder auf dem Bob sind auf harter Unterlage trotz Bremskrallen und Lenkung nicht imstande, Hindernissen frühzeitig auszuweichen oder den Bob abzubremsen.
  • Die Schneedecke sollte nicht gefroren sein. Auf vereistem Untergrund erhöht sich die Geschwindigkeit auf nicht kalkulierbare Weise und das Unfallrisiko steigt.
  • Niemals bäuchlings und mit dem Kopf voran rodeln. Ideal ist eine aufrechte Sitzposition mit leicht nach hinten geneigtem Oberkörper. So kann man besser lenken und bremsen und reduziert die Gefahr einer Kopfverletzung.
  • Hauptunfallursache sind auch bei älteren Kindern Fahrfehler. Jugendliche lieben rasante Fahrten, wobei häufig Waldwege zum Rodeln verwendet werden. Durch die höhere Geschwindigkeit und Begrenztheit des Geländes können Fahrfelder zu folgenschweren Kollisionen mit festen Hindernissen bei einem Sturz in den Wald führen. Sprechen Sie mit Jugendlichen über diese Gefahren, über zu große Risikobereitschaft und über umsichtiges Verhalten.

Zur „Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V.“ (BAG):

Die „Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V.“ (BAG), Bonn, ist ein bundesweit tätiger Verein. Hauptförderer ist Penaten, eine Marke des Unternehmens Johnson und Johnson. Die BAG setzt sich dafür ein, Kinderunfälle zu reduzieren und innovative Präventionsmaßnahmen für Heim und Freizeit zu entwickeln. Mitglieder sind unter anderem Ärzte- und Sportverbände sowie Rettungsorganisationen und technische Dienstleister.

Unsere Partnerorganisation in Österreich: GROSSE SCHÜTZEN KLEINE
Österreichisches Komitee für Unfallverhütung im Kindesalter
Internet: http://www.grosse-schuetzen-kleine.at/
E-Mail: kinder.unfall@meduni-graz.at

Pressekontakt BAG

Karoline Becker
Tel. 0228 207 27 27
Fax 0228 207 27 28
E-Mail: presse@kindersicherheit.de
Internet: www.kindersicherheit.de

Share it:


SeitenanfangBundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e. V., Heilsbachstr. 13, 53123 Bonn, info@kindersicherheit.de