Bundesarbeitsgemeinschaft „Mehr Sicherheit für Kinder“ e.V.
und
Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft: Tod durch Ertrinken ist
vermeidbar
Kinder am Wasser nie aus den Augen verlieren
Juli 2004
Urlaubszeit - Badezeit! Strandurlaube sind gerade bei Familien sehr beliebt. Während die Eltern Sonne tanken, buddeln die Kinder im Sand oder plantschen im Wasser. Doch Vorsicht! Kleine Kinder können selbst in flachen Gewässern ertrinken, warnen die Bundesarbeitsgemeinschaft „Mehr Sicherheit für Kinder“ e.V. (BAG) und die Deutsche-Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V. (DLRG). „Man sollte kleine Kinder an Gewässern grundsätzlich nie aus den Augen verlieren und immer in Griffnähe bleiben“, empfiehlt Martina Abel, Geschäftsführerin der BAG.
Kleine Kinder können selbst in wenigen Zentimetern Wasser ertrinken, wenn sie mit dem Gesicht nach vorn hineinfallen. Grund ist ihr Körperbau: Ihr Kopf ist im Verhältnis zum Körper schwerer. Zudem verlieren sie die Orientierung, sobald ihr Gesicht im Wasser ist. Sie sind nicht in der Lage, sich selbst wieder aufzurichten. „Kinder ertrinken leise“, so Abel, „sie schreien nicht, weil sie gar nicht mehr hochkommen können.“
Schwimmen lernen ist eine gute Unfallprävention
Im Sinne einer Unfallprävention sollten Kinder ab dem Alter von vier Jahren beginnen, Schwimmen zu lernen, empfiehlt die DLRG, die im Kooperationsverbund BAG als engagiertes Mitglied aktiv ist. Im Schwimmbad, am Strand oder an einem See sollten Kinder, die noch nicht schwimmen können, immer von Erwachsenen beaufsichtigt werden, selbst wenn sie Schwimmflügel tragen. Babysitter, Großeltern und andere Verwandte sollten ebenfalls mit diesen Vorsichtsmaßnahmen vertraut sein. „Lieber ein bisschen vorsichtiger sein als nötig“, das ist, so Martina Abel, „eine gute Richtschnur für erwachsenes Verhalten.“ Im Jahr 2003 sind in Deutschland 34 Kinder im Alter bis fünf Jahre ertrunken. Noch immer ist in dieser Altersgruppe Ertrinken die zweithäufigste Ursache bei tödlichen Unfällen.
Sobald Kinder in den Kindergarten kommen, sollten sie die Baderegeln lernen, die die DLRG entwickelt hat. Sie dienen nicht nur einem rücksichtsvollen Verhalten im Wasser, sondern auch der eigenen Gesundheit und machen Gefahren bewusst.
Zur "Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit
für
Kinder e.V.:
Die "Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder
e.V.", Bonn, ist ein bundesweit tätiger Verein. Die BAG
setzt sich dafür ein, Kinderunfälle zu reduzieren und
innovative Präventionsmaßnahmen für Heim und Freizeit
zu entwickeln. Mitglieder sind unter anderem Ärzte- und Sportverbände
sowie Rettungsorganisationen und technische Dienstleister. Hauptförderer
ist Penaten, eine Marke des Unternehmens Johnson und Johnson.
BAG Mehr Sicherheit für
Kinder
Karoline Becker
Tel. 0228 / 207 27 27
www.kindersicherheit.de
DLRG
Martin Janssen
Pressesprecher
Tel. 05723 / 955 441
www.dlrg.de

