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gefährliche Wasser-Jojos
Presse > Pressearchiv > 2/2003

Wasser-Jo-Jo: das gefährliche neue Spielzeug

Tod durch Vergiftung und Ersticken droht

Bonn, April 2003 – Die Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder (BAG) warnt vor dem Kauf und dem Gebrauch des neuen Modespielzeugs „Wasser-Jo-Jo“. Dabei handelt es sich um einen mit Flüssigkeit gefüllten Gummiball, der mit einer äußerst elastischen Gummischnur verbunden ist.

Von diesem bei Kindern sehr beliebten Gummi-Jo-Jo gehen zwei konkrete Gefahren aus:

  • Zum einen besteht Strangulationsgefahr durch die hochelastische Gummischnur, die sich stark ausdehnt und sich beim Zurückschnellen wie ein Lasso um den Hals des Kindes wickeln kann. Sowohl in Deutschland als auch im benachbarten Ausland sind schon die ersten schweren Unfälle mit den Jo-Jo-Bällen aufgetreten. Die Kinder hatten sich die Gummischnur um den Hals geschlungen und wären beinahe erstickt.
  • Zum anderen kann – je nach Produkt – die Gel-Füllung, die bei der Beschädigung des Jo-Jo-Balls freigesetzt wird, giftig sein. Besonders, wenn Kinder den Ball in den Mund nehmen, könnte es zu Vergiftungen oder starken allergischen Reaktionen kommen.

In Bayern ist von den Marktüberwachungsbehörden bereits ein Importverbot ausgesprochen worden. Bei den stofflichen Prüfungen des Materials wurden in verschiedenen Proben Belastungen mit aromatischen Kohlenwasserstoffen nachgewiesen, die gesundheitlich bedenklich sind. Importeure mit Sitz in Bayern dürfen die Gummi-YoYos nicht mehr auf den Markt bringen, außer sie weisen bei den einzelnen Warensendungen durch Untersuchung nach, dass eine Belastung mit aromatischen Kohlenwasserstoffen nicht besteht. Die Untersuchung kann nur durch eine zugelassene Prüfstelle erfolgen. Die bereits auf dem Markt befindliche Ware müssen die Importeure bei den Händlern zurückholen.

Ansprechpartnerin BAG:

Karoline Becker
Agentur für Öffentlichkeitsarbeit
Kaiserstr. 139-141
53113 Bonn
Tel. 0228 207 27 27
Fax 0228 207 27 28
presse@kindersicherheit.de
www.karoline-becker.de

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