Sport und Spiel – aber sicher!
Kindersicherheitstag 2003 warnt vor Freizeitrisiken
Bonn – 12.03.2003 Rutschen, rennen, raufen – vieles, was Kindern Spaß macht, ist auch mit Gefahren verbunden. In Deutschland verunglücken jährlich rund 300.000 Kinder und Jugendliche (unter 15 Jahren) bei Sport und Spiel. Damit es in Zukunft weniger sind, beschäftigt sich der Kindersicherheitstag 2003 am 10. Juni unter dem Motto "Auf die Plätze, fertig, los" mit dem Thema Freizeitrisiken. Im Mittelpunkt von Veranstaltungen in ganz Deutschland stehen Freizeit-Aktivitäten wie Mountainbike-Fahren, Inline-Skaten oder auch der Spielplatzbesuch. Kinder und ihre Eltern sollen ebenso wie Erzieher und Lehrer angeregt werden, durch sicherheitsbewusstes Verhalten und die richtige Sicherheitsausrüstung Gefahren in der Freizeit zu reduzieren. Koordiniert wird der Kindersicherheitstag von der "Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V.", dem u.a. Ärzte- und Sportverbände sowie Rettungsorganisationen und technische Dienstleister angehören.
Spielen erwünscht – aber ohne Risiko
Spiele, Bewegung und sportliche Aktivitäten sollten selbstverständlich zum Alltag von Kindern gehören. Gerade in der heutigen „bewegungsarmen“ Zeit muss es ein Ziel sein, die Bewegungsfreude von Kindern wieder zu wecken, sie zum Spielen und zum Ausprobieren zu motivieren und damit ihre motorische Fähigkeiten sowie ihre Sinnes- und Selbstwahrnehmung zu fördern.
Die Sicherheitsexperten wollen zeigen, wie den häufigsten Gefahren vorzubeugen ist und wie die Kinder diese wichtigen Erfahrungen möglichst gefahrenfrei sammeln können. Zum Kindersicherheitstag erscheinen entsprechende Faltblätter. Eins zeigt den Kindern in altersgemäßer Form, was sie bei den angesagten Freizeitaktivitäten beachten sollten. Flyer für Eltern geben allgemeine Sicherheitstipps zum Spielen im Freien und eine Checkliste für die Überprüfung der Spielplatzsicherheit.
Risiko Unfall
Unfälle sind nach wie vor der größte Risikofaktor für die Gesundheit der Kinder. Reduziert werden kann dieses Risiko durch eine gewissenhafte Aufklärung und den Einsatz der richtigen Sicherheits-Ausrüstung. Der Helm beim Fahrradfahren sollte ebenso selbstverständlich sein wie die Knie-, Ellbogen- und Handgelenkschützer beim Skaten. Auch die richtige Kleidung – z. B. der Verzicht auf Kordeln an Kinderkleidung – und angemessenes Schuhwerk sind für das sichere Spielen im Freien ein Muss. Gerade in Familien mit niedrigem Sozialstatus häufen sich Verletzungen von Kindern, auch weil die richtige Ausrüstung oft fehlt. Wie Spiel, Sport, Spaß und Sicherheit unter einen Hut gebracht werden können, zeigen am Kindersicherheitstag die bundesweiten Aktionen mit Kletter-, Fahrrad- und Inline-Parcours.
An die Redaktionen:
Detaillierte Informationen zum Kindersicherheitstag und den einzelnen Veranstaltungen gibt eine Pressekonferenz der "Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V." am 5. Juni in Berlin, zu der Sie noch eingeladen werden. Hintergrundmaterial und aktuelle Nachrichten zur Kindersicherheit finden Sie auf der Website der Bundesarbeitsgemeinschaft www.kindersicherheit.de. Weitere Auskünfte erteilt Ihnen gern:
Karoline Becker
Agentur für Öffentlichkeitsarbeit
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