Bundesarbeitsgemeinschaft Kindersicherheit:
Frühjahrsputz und Unfallschutz gehören zusammen
340.000 Kinder verunglücken im Haushalt
Bonn, März 2002 – Frühjahrsputz und Unfallschutz gehören zusammen! Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kindersicherheit weist darauf hin, dass der jetzt in vielen Haushalten anstehende Frühjahrsputz von den Eltern kleiner Kinder ein erhöhtes Gefahrenbewusstsein erfordert. Zum einen sind Väter und Mütter durch Putz- und Aufräumarbeiten abgelenkt - die Beaufsichtigung der Kleinen kann dabei unter Umständen zu kurz kommen. Zum anderen stellen unverschlossene Putzmittel, offene Fenster und Türen, feuchte und nasse Böden für die Kinder eine zusätzliche Unfallgefahr dar. Daher gilt: Erhöhte Aufmerksamkeit!
Von den rund 1,9 Millionen Unfällen, bei denen Kinder zu Schaden kommen, ereignen sich allein 22 Prozent im häuslichen Umfeld. Dabei rangieren Stürze, Unfälle mit Geräten und Maschinen, Verbrennungen und Vergiftungen bei den Unfallarten ganz oben in der Liste. So mussten 1999 etwa 7000 Kinder wegen Verbrühungen, Verbrennungen und ähnlichen Verletzungen behandelt werden: Säuglinge und kleine Kinder unter 5 Jahren sind dabei mit einem Anteil von fast 70 Prozent am stärksten gefährdet.
Nur wer sich der Gefahren bewusst ist, kann sein Kind vor vermeidbaren
Verletzungen schützen. Dr. Uwe Prümel-Philippsen, Leiter
der Bundesarbeitsgemeinschaft Kindersicherheit, weist darauf hin,
dass in Deutschland Kinder im Haushalt weitaus häufiger verunglücken
als im Verkehr. “In Deutschland verunglücken jährlich
340.000 Kinder in der eigenen Wohnung. Viele Eltern sind sich nicht
darüber im Klaren, welch große Gefahren der Haushalt
birgt.”
Um Kinder vor vermeidbaren Verletzungen zu schützen, rät
die Bundesarbeitsgemeinschaft Kindersicherheit, die Wohnung in
regelmäßigen Abständen einem Sicherheits-Check
zu unterziehen. Mit Sicherheitsprodukten wie Herdschutz- und Treppengittern,
Schrankriegeln und Sicherungen für Fenstern und Türen
können offensichtliche Unfallquellen ausgeschlossen werden.
Darüber hinaus sind die Eltern aber auch gefordert, die verborgenen Risiken zu erkennen. Erst wenn die herunterhängende Bügeleisenschnur, die vor dem Treppenabsatz liegende rutschende Fußmatte und das unter der Spüle stehende Reinigungsmittel als potenzielle Gefahren erkannt sind, können sie auch beseitigt werden.
Ansprechpartnerin für die Presse:
Karoline Becker
Tel. 0228 207 27 27
Fax 0228 207 27 28
presse@kindersicherheit.de
