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Analysen

Sturzunfälle bei kleinen Kindern

Dr. Gabriele Ellsäßer und Dr. Heidrun Kahl
Sturzunfälle sind der Schwerpunkt des Kindersicherheitstages 2010 und der Folgeinitiative gegen Stürze "Laufen. Springen Kletter. Sicher geht das". Epidemiologische Daten zu Sturzunfällen zeigen, dass Säuglinge und Kleinkinder eine Hochrisikogruppe sind und daher einen Schwerpunkt für die Prävention darstellen. In der vorliegenden epidemiologischen Analyse wurden die Ergebnisse des Kinder- und Jugendgesundheitssurveys, der europäischen Injury Data Base in Deutschland und der Gesetzlichen Unfallversicherung in Bezug auf Sturzunfälle bei kleinen Kindern < 5 Jahren ausgewertet.
pdf-Datei, 250 kB


Fachtagung Kinderunfallprävention - Ziele, Strategien und Umsetzung

Zielsetzung der Fachtagung am 25.11.09 in Bonn war es, die Fortschritte in der Kinderunfallprävention aufzuzeigen und den Beitrag der "Nationalen Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Kinderunfallprävention", die 2007 von der BAG veröffentlicht wurden, zu beleuchten. Konkret wurden Befragungsergebnisse zur Umsetzung der in den Empfehlungen beschriebenen Maßnahmen vorgestellt, erste Resultate zur Verbesserung der Datenlage dargestellt sowie anschauliche Beispiele für umgesetzte Maßnahmen in den Settings "Familie', "KiTA", "Schule" und "Kommunen" präsentiert. Eine Podiumsdiskussion zum Thema "Reduktion der Rate der Kinderunfälle um 20 % - Wunschbild oder Realziel?" mit zahlreichen Experten gab interessante Impulse.

weitere Informationen zur Fachtagung und Download der Vorträge


Ergebnisse zu Migration und Unfallrisiko

Im Kinder- und Jugendgesundheitssurvey des Robert Koch-Instituts wurden neben vielen anderen Gesundheitsthemen auch die Zusammenhänge von Unfallverletzungen, Einsatz von Schutzausrüstungen und Migrationshintergrund bei Kindern untersucht. Die Ergebnisse sind in dem Berichtsband „Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (KiGGS) 2003 – 2006: Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund“ veröffentlicht. Geschlechtsspezifische und kulturspezifische Verhaltensmuster beeinflussen demnach das Unfallrisiko.
Zusammenfassung


Erkennen - Bewerten - Handeln: Zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen

Unter dem Titel "Erkennen - Bewerten - Handeln: Zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen" haben Robert-Koch-Institut und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) eine Auswertung des bundesweiten Kinder- und Jugendgesundheitssurveys (www.kiggs.de) vorgelegt, die den relativ schlechteren Gesundheitsstatus von Kindern und Jugendlichen in schwierigen sozialen Lagen belegt. Die Auswertung kann als Broschüre beim RKI (www.rki.de) bezogen bzw. auch heruntergeladen ( pdf-Broschüre, 178 Seiten, 4MB) werden.


Ausgewählte Ergebnisse zu Kinderunfällen aus dem Kinder- und Jugendgesundheitssurvey

Der Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (KiGGS) ist eine repräsentative Studie des Robert Koch-Instituts zum Gesundheitszustand von Kindern und Jugendlichen im Alter von 0-17 Jahren. Ziel der Studie ist es, umfassende Daten zur gesundheitlichen Lage von Kindern und Jugendlichen in Deutschland zu erheben, zu analysieren und bekannt zu machen. Die Ergebnisse sollen an die Politik, die Fachwelt und die allgemeine Öffentlichkeit weiter gegeben werden. Die Auswertung beinhaltet auch wesentliche Ergebnisse zum Unfallgeschehen bei Kindern und zum Schutzverhalten.

Im Mai 2007 ist eine erste umfassende Ergebnisdarstellung als Schwerpunktheft des Bundesgesundheitsblatts mit mehr als 40 Einzelbeiträgen zur KiGGS-Studie erschienen, darunter auch ein interessanter Beitrag zu (Unfall-)Verletzungen bei Kindern und Jugendlichen. Der Beitrag kann unter
http://www.kiggs.de/experten/downloads/Basispublikation/Kahl_Verletzungen.pdf

heruntergeladen werden.


Zum Download *

Thermische Verletzungen durch elektrische Wasserkocher

Dr. Gabriele Ellsäßer
Mehr als 6.000 Kinder verbrennen oder verbrühen sich jährlich in Deutschland so stark, dass sie ins Krankenhaus eingeliefert werden müssen. Nach Schätzungen kommen weitere 50.000 „leichtere“ Verbrühungen oder Verbrennungen hinzu, die eine ambulante medizinische Behandlung nötig machen. Unfälle mit Wasserkochern verursachen besonders schwere Verletzungen: In 96 Prozent der Fälle lag der Schweregrad der Verbrühung zwischen 2a und 3, hier ist in der Regel eine Operation erforderlich. Durchschnittlich verbrühten 10 Prozent der empfindlichen Kinderhaut. Die stationäre Behandlung der betroffenen Kinder dauerte im Durchschnitt 9 Tage. Viele dieser Unfälle könnten mit einfachen Vorsichtsmaßnahmen verhindert werden, das ergibt eine neue Studie der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder e.V., in der 332 Kinderkliniken zu Verletzungen durch Wasserkocher und zu den Unfallhergängen befragt wurden.
pdf-Datei, 530 kB


Epidemiologische Analyse von Unfällen bei Kindern unter 15 Jahren in Deutschland
- Ausgangspunkt für die Unfallprävention

Dr. Gabriele Ellsäßer
Seit 1990 ist die Unfallmortalität bei Kindern unter 15 Jahren um mehr als zwei Drittel gesunken und dies gilt auch für den Verkehrs- sowie Heim- und Freizeitbereich. Die Ursachen von tödlichen Unfällen sind alterstypisch: Ersticken, Ertrinken, Stürze und Verbrennungen sind die häufigsten Unfallursachen bei Kindern unter 5 Jahren und das Ertrinken sowie der Straßenverkehr die beiden häufigsten im Schulalter. Seit Jahren sind Säuglinge und kleine Kinder eine Hochrisikogruppe und nur bei dieser Altersgruppe nehmen die stationär behandelten Fälle stark zu.
Die epidemiologische Analyse des Unfallgeschehens kann einen wichtigen Beitrag für eine gezielte Unfallprävention leisten. Die in Deutschland verfügbaren Daten werden epidemiologisch aufbereitet mit dem Ziel, Risikogruppen, Risikofaktoren und bedeutsame Ursachen von Unfällen aufzuzeigen.
pdf-Datei, 225 kB


Wohnbedingungen und Kinderunfälle

Dipl.-Stat. Annelie Henter
Die WHO hat in einer neuen Studie (LARES) den Zusammenhang von Wohnbedingungen und Unfallgeschehen in acht europäischen Städten untersucht. Eine von BAG-Mitglied A. Henter erstellte Sonderauswertung hat speziell für die Gruppe der Kinder überprüft, welche Zusammenhänge zwischen Wohnsituation und Verletzungsrisiko bestehen. Die Ergebnisse wurden Ende Oktober erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt: Unter anderen konnte wissenschaftlich nachgewiesen werden, dass identifizierte Risikostellen wie Türschwellen oder defekte Treppenstufen, ebenso wie eine unzureichende Größe der Küche ein höheres Unfallrisiko zur Folge haben.
pdf-Datei, 80 kB


Epidemiologie von Kinderunfällen in Deutschland

Expertise von Dr. Gabriele Ellsäßer
Unfälle sind die häufigste Todesursache von Kindern in Deutschland und Europa. In dieser Expertise finden Sie u. a. aktuelle statistische Entwicklungen von Kinderunfällen, Zusammenhänge zwischen Unfällen und sozialen Risiken und Konsequenzen für die Prävention.
pdf-Datei, 270 kB


Kinderunfälle in Heim und Freizeit

Vortrag von Dipl-Stat. Annelie Henter
Im Jahr 2000 haben sich ca. 1,8 Millionen Kinder bei einem Unfall verletzt. Frau Henter hat die wesentlichen Daten der verschiedenen Statistiken in einem Referat zusammengefasst, das einen guten Gesamtüberblick über die Unfallsituation im Heim- und Freizeitbereich gibt.
pdf-Datei, 230 kB


Repräsentative Haushaltsbefragung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (2000)

Das Bundesamt für Arbeitschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat in einer repräsentativen Haushaltsbefragung umfangreiche Daten zu Kinderunfällen erhoben und ausgewertet. Im Folgenden finden Sie einen Bericht der Studie mit graphischen Darstellungen zu Häufigkeiten von Verletzungen und tödlichen Unfällen, ärztlicher Versorgung, Ort, Art und Ursachen von Unfällen.
pdf-Datei, 2,1 MB


Thermische Verletzungen im Kindesalter

Dr. Gabriele Ellsäßer, Landesgesundheitsamt Brandenburg
Zum Kindersicherheitstag 2001 hat Frau Dr. Ellsäßer für die BAG eine Expertise erstellt, die einen Überblick über die Daten zu thermischen Verletzungen gibt. Kleinkinder zählen zur Hochrisikogruppen. Auch ist ein Zusammenhang zum sozioökonomischen Status der Familie festzustellen.
pdf-Datei, 1,6 MB


Epidemiologische Analyse von Sturzunfällen im Kindesalter (<15 Jahre) in Deutschland

Dr. Gabriele Ellsäßer, Landesgesundheitsamt Brandenburg und Prof. Dr. Thomas L. Diepgen, Abteilung für Klinische Sozialmedizin am Klinikum der Universität Heidelberg
Frau Dr. Ellsäßer und Herr Prof. Diepgen haben für die BAG anlässlich des Kindersicherheitstages 2000 die wichtigsten Fakten zu Sturzunfällen in einer Expertise zusammengefasst (Daten, Unfallorte, Unfallhergang). Stürze sind die häufigste Unfallart. Zirka 60 % aller Unfälle im Heim- und Freizeitbereich sind Stürze…
pdf-Datei, 490 kB


Verletzungen und deren Folgen – Prävention als ärztliche Aufgabe

Dokument der Bundesärztekammer
Die Bundesärztekammer hat ein Manuskript zu „Verletzungen und deren Folgen – Prävention als ärztliche Aufgabe“ im Rahmen ihrer Reihe „Texte und Materialien der Bundesärztekammer zur Fortbildung und Weiterbildung“. Es wird ein Gesamtüberblick über die Unfallsituation in den verschiedenen Lebensaltern gegeben und Empfehlungen an die Ärzteschaft gegeben, wie sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten zur Unfallverhütung beitragen können.
pdf-Datei, 530 kB


Gesetz zur Neuordnung der Sicherheit von Technischen Arbeitsmitteln und Verbraucherprodukten

Arbeitseinrichtungen und für Verbraucher bestimmte Produkte unterliegen gesetzlichen Regelungen. Erste bedürfen einer strengen Überprüfung und Überwachung, letztere dürfen nur dann in den Verkehr gebracht werden, wenn sie den Anforderungen an Sicherheit und Gesundheit entsprechen. Diese Standards gelten auch im Bereich Kindersicherheit: Produkte, die für Kinder hergestellt werden, dürfen weder durch ihre Zusammensetzung, ihre Verpackung oder in ihrer Verwendung eine Gefahr darstellen.
Gesetzestext (Januar 2004), (225 kB)
Entwurf (September 2003), (80 kB)
Begründung, (65 kB)
Stellungnahme zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur Neuordnung der Sicherheit von technischen Arbeitsmitteln und Verbraucherprodukten der BAG Mehr Sicherheit für Kinder e.V., (100 kB)
Brief an die Kinderbeauftragten der Länder, (75 kB)


What works in preventing unintentional injuries in children and young adolescents?

Übersicht über Ergebnisse internationaler Studien zur Frage "Was wirkt in der Kinderunfallprävention" von Elizabeth Towner, Community Child Health, Department of Child Health, University Newcastle upon Tyne
In vielen Ländern sind Unfälle die Hauptursache für Verletzungen und Todesfälle bei Kindern. Wie effektiv sind Methoden zur Gesundheitsförderung bei der Verhütung von Kinderunfällen? Untersucht werden Maßnahmen in der Erziehung, in der Umwelt-, Wohn- und Freizeitgestaltung. Wissenschaftliche Studien müssen Ursachen, Bedingungen und Vermeidungsstrategien weiter erforschen, um Grundlagen für politische Entscheidungen zu schaffen.
pdf-Datei, 330 kB


A league table of child deaths by injury in rich nations

UNICEF innocenti card No. 2, Feb. 2001; Statistische Auswertungen von tödlichen Kinderunfällen in den Industrienationen
40 Prozent aller Todesfälle im Kindesalter gehen auf Unfälle zurück. Insgesamt sind es in der OECD 12.000 Kinderunfälle im Jahr, die hätten vermieden werden können. Es besteht in allen Ländern ein hoher Bedarf nach mehr Forschung, um daraus Schlüsse für eine effektive Unfallprävention zu ziehen. Deutlich ist in allen Staaten, dass Unfallhäufigkeit mit der Lebens- und Familiensituation der Kinder, insbesondere mit Armut, korreliert.
pdf-Datei, 460 kB


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