Fachdatenbank der Medien, Aktionen und Maßnahmen zur Kindersicherheit in Deutschland

Fachdatenbank der Medien, Aktionen und Maßnahmen zur Kindersicherheit in Deutschland Kind mit Fahrradhelm vor blühender Wiese

Flyer zur Fachdatenbank der Medien, Aktionen und Maßnahmen zur Kindersicherheit (pdf)

In Bereich der Kinderunfallprävention gibt es eine Fülle von Akteuren, von Materialien, Projekten und Maßnahmen. Als koordinierende Organisation ist es der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder e.V. wichtig, einen Überblick über diese Aktivitäten zu haben und dazu beizutragen, dass die Anbieter sich mit Qualitätsanforderungen auseinander setzen und die Qualität ihrer Medien und Maßnahmen weiter entwickeln.

Im Rahmen eines Kooperationsprojekts hat die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder e.V. in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung eine Bestandsaufnahme der Medien, Aktionen und Maßnahmen zur Kindersicherheit in Deutschland durchgeführt und die Ergebnisse in einer fortlaufend aktualisierten Online-Datenbank veröffentlicht.

Die Datenbank bietet einen Überblick, wer in Deutschland in der Kinderunfallprävention arbeitet und welche Maßnahmen und Medien für welche Zielgruppen vorhanden sind. Das Online-Angebot für Fachkräfte informiert über mehr als 500 Medien, Projekte und Maßnahmen der Kinderunfallprävention in Deutschland. Neue Medien und aktuelle Informationen stehen im Fokus der Homepage.

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Qualitätssicherung Qualität Kriterienraster

Die BAG hat sich in Zusammenarbeit mit der BZgA intensiv mit der Frage auseinandergesetzt, welche Qualitätskriterien eine gute unfallpräventive Arbeit auszeichnen und wie Qualitätsentwicklung bei der Planung, Durchführung und Bewertung berücksichtigt werden kann. In einer eigens zu diesem Thema eingerichteten Arbeitsgruppe wurden deshalb Kriterien für eine qualitätsorientierte Kinderunfallprävention definiert und Instrumente entwickelt, die zu einer kontinuierlichen Qualitätsverbesserung beitragen sollen.

Qualitätskriterien zur Identifizierung bewährter Praxis der Kinderunfallprävention

Aufbauend auf der Online-Datenbank für Anbieter und Angebote haben die BZgA und die BAG Qualitätskriterien zur Beschreibung guter Praxis festgelegt. Eine interdisziplinäre beratende "Arbeitsgruppe zur Qualitätsentwicklung in der Kinderunfallprävention" erstellte ein Kriterienraster für die Bewertung der Qualität von Printmedien und Maßnahmen der Kinderunfallprävention. Sie hat sich dabei an den Good-Practice-Kriterien des Kooperationsverbundes "Gesundheitliche Chancengleichheit" orientiert, wobei dessen Vorgaben mit der Themenstellung „Verhütung von Kinderunfällen“ abgeglichen und spezifiziert wurden.

Mit diesem Kriterienraster hat die Arbeitsgruppe beispielhaft Printmedien und Maßnahmen bewertet. Neben der systematischen Identifizierung vorbildlicher Aktivitäten war es ihr Anliegen, die Qualitätskriterien auch für eine pro-aktive Anwendung nutzbar zu machen. Das heißt, es sollte den Verantwortlichen ein Instrument an die Hand gegeben werden, die Kriterien schon bei der Planung von Projekten anzulegen. Aus diesem Grund entstanden Checklisten zur Qualitätsentwicklung und -sicherung.

Die Checkliste zur Erstellung von Printmedien wurde von der Arbeitsgruppe Qualitätsentwicklung in der Kinderunfallprävention der BAG und der BZgA erstellt. Sie dient Akteuren der Unfallprävention für die Planung und Entwicklung von Medien zur Unfallverhütung bei Kindern, z.B. von Broschüren, Flyern oder Postern. Die Checkliste basiert auf den Qualitätskriterien zur Identifizierung bewährter Praxis der Kinderunfallprävention und bietet eine Orientierung, um ein möglichst hochwertiges Produkt zu erstellen.

Das Medium sollte auf alle in der Checkliste enthaltenen Einzelkriterien hin überprüft werden und sie erfüllen. Das Ziel, das mit dem Printmedium verfolgt wird, sollte transparent bzw. eindeutig sein. Es empfiehlt sich, das Medium bei der Ziel bzw. Adressatengruppe zu testen. Nur so lassen sich wichtige Fragen/Kriterien vorab beantworten und ggf. modifizieren.

Checkliste zur Erstellung von Printmedien (PDF)

Die Checkliste zur Planung und Entwicklung von Maßnahmen wurde von der Arbeitsgruppe Qualitätsentwicklung in der Kinderunfallprävention der BAG und der BZgA erstellt. Sie unterstützt Akteure der Unfallprävention bei der Planung und Entwicklung von Maßnahmen zur Unfallverhütung bei Kindern, also beispielsweise von Aktionstagen oder Kampagnen. Sie ist als Orientierungshilfe für die Projektplanung gedacht, um eine möglichst hochwertige Maßnahme zu entwickeln.

Das Maßnahmenkonzept sollte auf alle in der Checkliste aufgeführten Einzelkriterien hin überprüft werden und sie erfüllen. Es empfiehlt sich, das Konzept vorab bei Vertreterinnen und Vertretern der Zielgruppe zu testen, um ggf. gefundene Schwächen im Konzept noch rechtzeitig aufzudecken und modifizieren zu können. Grundsätzlich gilt: Je sorgfältiger eine Maßnahme geplant wird, desto besser wird das Ziel erreicht. Dies hat eine positive Auswirkung auf die Qualität einer Maßnahme.

Checkliste zur Planung und Entwicklung von Maßnahmen
(PDF)